Mehr Transparenz

Offengelegt: Energieversorger hat nur 1,7 Prozent am Anteil des Gaspreises

Angesichts der anhaltenden Diskussion um steigende Erdgaspreise haben die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) ihre Kalkulation im Rahmen einer Modellrechnung vorgestellt. Danach beträgt der Anteil des Energieversorgers nur 1,7 Prozent am gesamten Gaspreis.

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Ludwigshafen (red) - Dr. Gerhard Weissmüller, Technischer Vorstand der TWL, erläuterte die Berechnungen des Ludwigshafener Energieversorgers, der damit für mehr Transparenz sorgen möchte.

Die Modellrechnung der TWL geht von einem Vier-Personen-Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr – ausgestattet mit einem TWL-Privat-Sondervertrag – aus. Bei einem Gesamtpreis von 1.319,60 Euro brutto erhält der Staat allein 298 Euro, was 22,6 Prozent ausmacht. Die Transportkosten fließen mit 256,20 Euro (19,4 Prozent) in den Preis mit ein. Den weitaus höchsten Anteil mit 56,3 Prozent machen die Beschaffungsaufwendungen für Erdgas bei den Vorlieferanten in Höhe von 742,80 Euro aus. Hier schlagen vor allem die dramatisch gestiegenen Preise für Rohstoffe, insbesondere Rohöl, auf dem Weltmarkt zu Buche, die aus der gestiegenen Nachfrage der Schwellenländer Indien und China aber auch aus den USA und Japan resultieren. Außerdem wirken geopolitische Krisensituationen preistreibend.

Lediglich 1,7 Prozent des Gaspreises, sprich 22,60 Euro im Jahr, verblieben den TWL, die damit die Kosten für Abrechnungen, Kundenbetreuung und Personal bestreiten, so Weissmüller. "Wir können also nur einen sehr kleinen Teil des Abgabepreises selbst beeinflussen", ergänzt TWL-Vertriebsleiter Wolfgang Disser.

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