Spekulationen

Offenbar weiterer Zwischenfall in japanischem AKW

Nicht genug mit Fukushima: Medienberichten zufolge soll aus einem weiteren japanischen Meiler Radioaktivität austreten. Der Meiler liegt rund 350 Kilometer von Fukushima entfernt. Wie groß der Störfall war, scheint weiter unklar. Indes meldet der Betreiber, man wolle den Meiler herunterfahren.

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Tokio/Wien (red) - Der Meiler Tsuruga 2 liegt anders als Fukushima nicht an der Ost-, sondern an der Westküste Japans. Somit liegt der jetzt offenbar von einem Störfall betroffene Meiler außerhalb der Sperrzone um Fukushima. In der Nähe der Stadt Tsuruga gibt es noch einen zweiten Meiler, der ebenfalls von die Firma Japan Atomic Power Co. betrieben wird, also nicht wie die Anlagen in Fukushima von Tepco.

Mehrere Medien berichteten am Montag, dass die Behörden der Präfektur Fukui einen Störfall in Tsuruga 2 vermuten. Details wurden nicht genannt, auch auf Anfrage nicht von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien. Die Schwere des Unfalls ist unklar; ein Leck soll es nicht gegeben haben. Vor 30 Jahren waren aus der Schwesteranlage Tsuruga 1 radioaktive Substanzen ausgetreten. Damals hatte der Betreiber versucht, den Vorfall zu verschleiern.