Strom-News
ManipulationsvorwürfeDas Bundeskartellamt geht einem Pressebericht zufolge Manipulationsvorwürfen bei den Strompreisen nach. Die Behörde untersuche seit einigen Monaten, ob die deutschen Energiekonzerne zu Spitzenzeiten gezielt Kraftwerke abschalten, um den Strompreis in die Höhe zu treiben.
Bonn (afp/red) - Von diesem Verdacht auf gezielte Preistreiberei durch die Konzerne berichtete der Bonner "General-Anzeiger" in seiner Mittwochsausgabe unter Berufung auf einen Behördensprecher.
"Wir untersuchen den Stromgroßhandelssektor", sagte demnach der Sprecher. Dabei werde die gesamte Stromproduktion in Deutschland im Viertelstundentakt kontrolliert. Ob sich der Verdacht bestätigt habe, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Ergebnisse der Untersuchung will das Kartellamt dem Zeitungsbericht zufolge am 13. Januar in Bonn vorstellen.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Das Bundeskartellamt will seinen Kampf für mehr Wettbewerb im kommenden Jahr weiter verschärfen. Behördenpräsident Andreas Mundt sagte am Mittwoch in Bonn, besonders im Strombereich wolle man 2011 mit der von der Bundesregierung beschlossenen Errichtung einer Markttransparenzstelle "ein gutes Stück weiter kommen".
Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur haben am Mittwoch einen gemeinsamen Leitfaden zur Vergabe von Strom- und Gaskonzessionen und zur Netzüberlassung veröffentlicht. Der Leitfaden wurde teils begrüßt, weil er Klarheit schaffe, jedoch gab es insbesondere von Verbandsseite auch Kritik.
Unter anderem durch die neue EEG-Umlage werden die Strompreise weiter steigen. Immer wieder gibt es Streit darüber, wer für den Anstieg eigentlich verantwortlich zeichnet. Warum das so ist, zeigt ein Blick hinter die Kulissen. Wie setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen, und welchen Teil davon zahlt der Verbraucher nur indirekt?
Gute Nachrichten für Verbraucher, die Nachtspeicherheizungen oder Wärmpumpen betreiben: 13 Stromversorger haben sich gegenüber dem Bundeskartellamt zu Rückerstattungen in Höhe von insgesamt 27,2 Millionen Euro an diese Kunden verpflichtet.
Das Bundeskartellamt fordert mehr Wettbewerb bei der Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien. Kartellamtspräsident Mundt sprach von einer "Planwirtschaft", die es in Marktwirtschaft überzuführen gelte. Die vollständige Abkopplung vom Marktgeschehen führe zeitweise zu Skurrilitäten.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!