Strom-News
"Kleinstaaterei"Der neue EU-Energiekommissar Günther Oettinger fordert Medienberichten zufolge eine länderübergreifende Lösung in der Energiepolitik. Gerade was die erneuerbaren Energien angeht, müsse in Europa stärker zusammengearbeitet werden. Der Ausbau der Stromnetze sei eine wichtige Voraussetzung.
Brüssel (red) - In einer Rede vor der EU-Kommission kritisierte Oettinger die europäische Energiepolitik und die in ihr vorherrschende "Kleinstaaterei".
(Foto / Abb.: photlook / Fotolia.com)
Da die europäische Union stark von Energieimporten abhängig ist, wäre eine stärkere Zusammenarbeit eine Maßnahme, um sich weniger abhängig von potenziell unsicheren Staaten zu machen. Der Ausbau der Stromnetze wäre dafür eine wichtige Voraussetzung. Gerade die vermehrte Nutzung der erneuerbaren Energien erfordert eine verstärkte Kooperation. Weil die regenerativen Energiequellen wetter- und jahreszeitlich bedingten Schwankungen unterliegen, ist eine großräumigere Vernetzung günstig, um dies besser ausgleichen zu können.
Außer der EU soll die Kooperation auch andere Mittelmeeranrainer einschließen. Erneuerbare Energien könnten dort produziert werden, wo die besten Bedingungen herrschen, und gleichmäßig verteilt werden. Beispielsweise ist Nordafrika ein guter Standort für Solarprojekte, die Nordseeküste für Windkraft auf dem Festland und auf hoher See.
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Die Bewohner von Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein profitieren laut einer Studie am stärksten vom Ausbau erneuerbarer Energien, weil ihre Länder überdurchschnittlich viel Strom aus Sonne und Wind ins Netz einspeisen.
EU-Energiekommissar Günther Oettinger will Insidergeschäfte und Marktmanipulationen im europäischen Stromhandel verbieten. Der durch solche Praktiken entstehende Schaden für die Kunden könne in die Milliarden gehen, sagte Oettinger dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe).
Brandenburg ist Spitzenreiter bei den erneuerbaren Energien. Wie schon 2008 schnitt das Land in einem bundesweiten Vergleich von Ausbau und Förderung regenerativer Energien am besten ab. Erster hinsichtlich der Akzeptanz von Öko-Energien ist Bayern, den größten Schritt nach vorne machte Thüringen.
Die EU-Kommission will noch in diesem Monat einen Entwurf präsentieren, der in ganz Europa große Auswirkungen auf die Strompreise haben könnte. Dabei geht es um Rückstellungen für den dringend nötigen Ausbau der Netze, um etwa Windkraft aus der Nordsee nach Süddeutschland transportieren zu können.
Aktuell decken erneuerbare Energien mehr als 16 Prozent des deutschen Strombedarfs. Kritiker bemängeln, die Förderung von Ökostrom sei teuer und wenig effizient. Ein aktuelles Gutachten widerspricht dem: Der Ausbau erneuerbarer Energien sei nicht ohne Investitionen machbar, habe aber deutlich positive Auswirkungen auf die Wirtschaft.Strompreise vergleichen
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