Anbieterwechsel

Österreichische Haushalte könnten 400 Millionen sparen

Auch in Österreich verschenken die Verbraucher jede Menge Geld, weil sie die Möglichkeiten nicht nutzen, die ihnen die Liberalisierung des Energiemarkts bietet. Allerdings lässt bei unseren Nachbarn auch der Wettbewerb noch zu wünschen übrig, was unter anderem an vielen "Überkreuzbeteiligungen" liegt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Wien (red) - Stromkunden in Österreich können ihren Anbieter seit zehn Jahren frei wählen. Von der Möglichkeit zu wechseln haben aber die weitaus meisten noch keinen Gebrauch gemacht - ähnlich wie hierzulande. Dabei liegt die Wechselquote mit nur 1,5 Prozent im Jahr noch einmal deutlich niedriger, wie derStandard ausführt.

Wettbewerb ist noch ausbaufähig

Die Gründe dafür scheinen auch darin zu liegen, dass der Wettbewerb in Österreich noch ausbaufähig ist. Viele Anbieter seien Ableger der großen Energieunternehmen und wollten sich nicht gegenseitig wehtun, so Horst Ebner, Vorstandsmitglied der Ökostrom AG, gegenüber dem "Standard".

Die österreichische Regulierungsbehörde Energie-Control hat berechnet, dass 400 Millionen Euro gespart würden, wenn alle Haushalte zum jeweils günstigsten Stromanbieter wechseln würden. Für die Zukunft erhofft sich die Behörde einen stärkeren Wettbewerb und höhere Wechselquoten durch mehr Transparenz. Ein höherer Wechselwille würde sich auch positiv auf die Preisgestaltung der Anbieter auswirken.