Kurz nach Marktöffnung

Österreich: Salzburg AG mit gutem Jahresergebnis

Die Öffnung des österreichischen Elektrizitätsmarkt hat sich auch auf die Bilanz der Salzburg AG ausgewirkt. Obwohl nach Unternehmensangaben 99 Prozent der Kunden gehalten werden konnten, verringerten sich die Umsatzerlöse im Strombereich um 17,3 Millionen Euro. Dabei war der Stromabsatz um 11,4 Prozent gestiegen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Bilanz der österreichischen Salzburg AG zum Geschäftsjahr 2001 liegt vor: "Das abgelaufene Geschäftsjahr war, trotz Strommarktliberalisierung und härterem Wettbewerb in fast allen Sparten, ein erfolgreiches", bilanzierte Vorstandssprecher Dr. Arno Gasteiger. 99 Prozent der Kunden konnten gehalten werden, "MyElectric", die Vertriebstochter der Salzburg AG für den österreichischen Markt, hat bisher 9045 Kunden gewonnen.

Finanzvorstand August Hirschbichler: "Trotz des starken Verfalls der Strompreise im Jahr 2002 konnte das Gesamtunternehmen den Umsatz um etwa eine Million auf 461,8 Millionen Euro steigern. Dem steht jedoch ein Umsatzrückgang von 17,3 Millionen Euro aus dem Strombereich gegenüber, obwohl die verkaufte Strommenge insgesamt um 375 Millionen auf 3655 Millionen Kilowattstunden angewachsen ist. Die Bilanzsumme beträgt somit 1196,7 Millionen Euro, das Bruttoanlagevermögen 2611,5 Millionen Euro, der Umsatz 461,8 Millionen Euro und das EGT 2,6 Millionen Euro.

Der gesamte Stromabsatz an die Kunden stieg im Geschäftsjahr 2001 um 11,4 Prozent auf 3654,9 Gigawattstunden. Durch die ungünstige Wasserführung verringerte sich die Strom-Eigenerzeugung um fünf Prozent auf 1.107,2 GWh. Die drei Donaukraftwerke, an denen die Salzburg AG beteiligt ist, lieferten ebenfalls weniger elektrische Energie, so dass die Eigenaufbringung insgesamt um 3,5 Prozent auf 1375 Gigawattstunden gesunken ist. Der Anteil der Eigenaufbringung an der gesamten Stromaufbringung lag damit im langjährigen Durchschnitt. Die Umsatzerlöse aus dem Bereich der Elektrizitätsversorgung verringerten sich um 17,3 Millionen auf 303,2 Millionen Euro.