Unter 34 Dollar

Ölpreis sinkt auf tiefsten Stand seit vier Jahren

Trotz der geplanten Drosselung der Fördermenge durch OPEC ist der Ölpreis am Freitag auf einen neuen Tiefstand gesunken. In New York kostete ein Fass der Referenzsorte Light Sweet Crude zwischenzeitlich weniger als 34 Dollar. OPEC-Präsident Chakib Khelil kündigte an, die Förderung weiter zu senken, bis sich die Preise stabilisierten.

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London (AFP) - Ein Fass Öl kostete in New York am Freitag zwischenzeitlich 33,44 Dollar. Das war der tiefste Stand seit April 2004. In London kostete ein Fass Öl der Nordseesorte Brent am Nachmittag 44,03 Dollar. Die weltweite Wirtschaftskrise werde die Nachfrage nach Öl weiter stark dämpfen, begründeten Händler in London den starken Preisverfall. Sie erwarten, dass der Preis sich bei 35 bis 40 Dollar einpendeln wird.

OPEC will weiter gegensteuern

Khelil, der auch Energieminister Algeriens ist, sagte am Rande einer Ölpreiskonferenz in London, die OPEC werde die Fördermenge so lange senken, "bis sich die Preise stabilisieren". Das Treffen in der britischen Hauptstadt fand in Folge der großen Ölpreiskonferenz im saudiarabischen Dschiddah von Juni statt. Damals waren Vertreter von Ölförderstaaten und Ölimporteuren zusammengekommen, um über Maßnahmen gegen den damals extrem hohen Ölpreis zu beraten.

Der Preis für ein Fass des wichtigen Rohstoffs war im Sommer auf fast 150 Dollar gestiegen. Khelil beklagte nun, Grund für den Preisverfall seien genauso wie für den Preisanstieg Spekulationen.

Die OPEC hatte sich am Mittwoch auf eine Rekorddrosselung der Fördermenge verständigt. Ab 1. Januar 2009 sollen täglich 2,2 Millionen Barrel weniger gefördert werden als jetzt.

Quelle: AFP