Marktanreizprogramm Solarwärme erweitert

Ölpreis auf Rekordniveau - Solaranlagen helfen sparen

Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) macht darauf aufmerksam, dass bei der Neuerrichtung von Solaranlagen neue Richtlinien gelten. Die Änderungen des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien vergrößern den Kreis der Antragsberechtigten und nehmen auch die Erweiterung bestehender Anlagen zur solaren Warmwassererwärmung auf.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Für die Neuerrichtung von Solarwärmeanlagen gelten nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) neue Richtlinien. Die Mitte Januar vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) bekannt gegebenen Änderungen des Marktanreizprogramms für Erneuerbare Energien vergrößern den Kreis der Antragsberechtigten und nehmen erstmals auch die Erweiterung bestehender Anlagen zur solaren Warmwassererwärmung in die Förderung auf. Außerdem entfällt die bisherige Größenbegrenzung. Nachdem kürzlich bereits die Förderbedingungen für Solarstrom verbessert wurden, begrüßt die UVS die Ausweitung der Richtlinien im Bereich Solarwärme. Der hohe Ölpreis dürfte nach Ansicht der UVS zu einer weiterhin steigenden Nachfrage nach Solarwärmeanlagen führen.

Bisher konnten nur private Nutzer die nicht rückzahlbaren Zuschüsse beim Bafa beantragen. Nach der Änderung sind nunmehr auch Kirchen, Kommunen und sonstige öffentlich-rechtliche Körperschaften antragsberechtigt. Außerdem können - nach Genehmigung dieser Änderung durch die EU-Kommission - zukünftig auch freiberuflich Tätige sowie kleine und mittlere Unternehmen das Programm nutzen.

Der aus Mitteln der Ökosteuer vom Bund gewährte Zuschuss beträgt 110 Euro pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche und wird für die ersten 200 Quadratmeter gezahlt. Jeder weitere Quadratmeter wird mit 60 Euro gefördert. Unabhängig von der Größe der bisherigen Anlage gilt dieser Zuschuss neuerdings auch für die Erweiterung bestehender Solarwärmeanlagen.

Der Ölpreis ist Mitte Januar auf 31,80 US-Dollar pro Barrel (Nordseesorte Brent) gestiegen. Er hat damit wieder das Niveau des Irak-Krieg im März 2003 erreicht. UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig: "Der hohe Ölpreis ist kein reines Kriegsphänomen. Die Preise für konventionellen Brennstoff werden weiter steigen. Solarwärmeanlagen helfen hier sparen".

Eine gut geplante Solarwärmeanlage kann nach UVS-Angaben in Deutschland über das Jahr gesehen 60 Prozent des Wassers zum Duschen und Waschen erwärmen. Qualitativ hochwertige Solaranlagen können noch nach über 30 Jahren Wärme produzieren. Auf die Funktionsfähigkeit der einzelnen Komponenten einer Solaranlage geben viele Hersteller eine mehrjährige Garantie.