Studie

Ölpest: Bakterien fraßen offenbar Großteil des Methangases

Einer US-Studie zufolge haben Bakterien das durch die Ölpest im Golf von Mexiko ausgeströmte Methangas nahezu komplett zersetzt. Das Gas hatte etwa 20 Prozent des Ölteppichs ausgemacht. Die Forscher zeigten sich überrascht und verwiesen auf die wichtige Funktion von Mikroorganismen für den Schutz der Atmosphäre.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Washington (afp/red) - Wie US-Forscher um den Geochemiker David Valentine von der University of California in Santa Barbara herausfanden, war der Großteil an Methangas in dem Gebiet bereits Anfang September vergangenen Jahres verschwunden. Im April war die vom britischen Ölkonzern BP betriebene Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert. Das Leck am Bohrloch in der Tiefe des Ozeans konnte erst mehr als drei Monate später geschlossen werden. Bis dahin strömten gut fünf Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko. Methangas machte in dem Ölteppich ungefähr 20 Prozent aus.

Sie seien von der Schnelligkeit, mit der das Treibhausgas von Bakterien aufgenommen worden sei, überrascht, erklärten die Forscher, deren Ergebnisse am Donnerstag in dem Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurden. Dies zeige, wie wichtig Mikroorganismen für den Schutz der Atmosphäre seien. "Diese Bakterien wirken wie ein Filter und haben eine wichtige Funktion", sagte Valentine, "denn sie verhindern, dass das Methan in die Atomsphäre eindringt".