szmtag
07.01.2011, 09:59 Uhr

Strom-News

Studie

Ölpest: Bakterien fraßen offenbar Großteil des Methangases

Einer US-Studie zufolge haben Bakterien das durch die Ölpest im Golf von Mexiko ausgeströmte Methangas nahezu komplett zersetzt. Das Gas hatte etwa 20 Prozent des Ölteppichs ausgemacht. Die Forscher zeigten sich überrascht und verwiesen auf die wichtige Funktion von Mikroorganismen für den Schutz der Atmosphäre.

Klima Washington (afp/red) - Wie US-Forscher um den Geochemiker David Valentine von der University of California in Santa Barbara herausfanden, war der Großteil an Methangas in dem Gebiet bereits Anfang September vergangenen Jahres verschwunden. Im April war die vom britischen Ölkonzern BP betriebene Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert. Das Leck am Bohrloch in der Tiefe des Ozeans konnte erst mehr als drei Monate später geschlossen werden. Bis dahin strömten gut fünf Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko. Methangas machte in dem Ölteppich ungefähr 20 Prozent aus.

Sie seien von der Schnelligkeit, mit der das Treibhausgas von Bakterien aufgenommen worden sei, überrascht, erklärten die Forscher, deren Ergebnisse am Donnerstag in dem Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurden. Dies zeige, wie wichtig Mikroorganismen für den Schutz der Atmosphäre seien. "Diese Bakterien wirken wie ein Filter und haben eine wichtige Funktion", sagte Valentine, "denn sie verhindern, dass das Methan in die Atomsphäre eindringt".

© 2001-2012 strom-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Strom-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

Ölpest: Bakterien fraßen offenbar Großteil des Methangases

"
  • Reaktionen auf Ausgang der Weltklimakonferenz
    Weltkugel Das Ergebnis des Weltklimagipfels von Cancún ist in Deutschland auf ein geteiltes Echo gestoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte in Berlin, sie sei mit dem Ausgang der UN-Konferenz "sehr zufrieden". Umweltschützer und Oppositionspolitiker sprachen allenfalls von einem Teilerfolg.
  • Ecuador ruft erneut zur Unterstützung für Umweltprojekt auf
    Weltkugel Ecuador hat erneut an die Staatengemeinschaft appelliert, Mittel für ein Projekt zum Erhalt des Yasuní-Schutzgebiets bereitzustellen. "Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, aber wir brauchen das Geld für die Entwicklung unseres Landes", sagte Ecuadors Präsident Rafael Correa auf der UN-Klimaschutzkonferenz im mexikanischen Cancún.
  • Es war einmal: Angela Merkel, die Klimakanzlerin
    Angela Merkel Als Angela Merkel im August 2007 in signalroter Jacke am Eqi-Gletscher in Grönland stand, war dies nicht nur ein einprägsames Fotomotiv. So entstand Merkel, die Klimakanzlerin. Doch nach dem Desaster von Kopenhagen und dem Beginn der Finanzkrise änderte sich so ziemlich alles.
  • Klimaschutz im Krankenhaus: Da geht noch viel
    Weltkugel Die Pfälzer Landesregierung sieht noch große Potenziale zur Einsparung von Energiekosten in Krankenhäusern. Auf diese Weise könne das Klima geschont und das Budget der Kliniken entlastet werden, sagte Umweltministerin Margit Conrad (SPD) am Montag in Mainz.
  • Cancún: Klimakonferenz geht in die entscheidende Runde
    Weltkugel Die Klimakonferenz im mexikanischen Badeort Cancún ist in die entscheidende Phase eingetreten. Die Zukunft des Kyoto-Protokolls ist jedoch weiterhin ungewiss. Umweltminister Röttgen zeigte sich vor seinem Abflug zuversichtlich, das es in einzelnen Bereichen Fortschritte geben werde, mit einem Durchbruch rechnete er jedoch nicht.
Strompreise
Strom-Infos
Strom kündigen
Ratgeber und Infos
?>