Statistik II

Ölimportpreise steigen weiter

Aus den neusten Veröffentlichungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zum Import von Rohöl hat sich ergeben, dass Deutschland fast 50 Prozent mehr für die Ölimporte - hauptsächlich aus Russland, Norwegen und Großbritannien - bezahlen muss als im vergangenen 12-Monats-Zeitraum.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Eschborn (red) - Im Mai 2006 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,7 Millionen Tonnen Rohöl nach Deutschland eingeführt. Das waren 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (9,5 Millionen Tonnen).

Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl betrug im Mai 398,72 Euro und lag damit um 45,6 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (273,91 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich somit im Mai auf 3,8 Milliarden Euro, das waren 1,25 Milliarden Euro mehr als im Mai 2005.

Im Vergleich der entsprechenden 12-Monats-Zeiträume Juni 2005 bis Mai 2006 mit Juni 2004 bis Mai 2005 sanken die Rohöleinfuhren um 1,4 Prozent von 112,0 auf 110,3 Millionen Tonnen. Gleichzeitig fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 40,2 Milliarden Euro um 12,2 Milliarden Euro höher aus. Der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl lag im aktuelleren Zeitraum mit 363,99 Euro (vorher 249,48 Euro) im Schnitt um 45,9 Prozent höher.

Die fünf wichtigsten von insgesamt 29 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (36,6 Millionen Tonnen), Norwegen (17,6 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,0 Millionen Tonnen), Libyen (13,1 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,4 Millionen Tonnen). 28,6 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen. 23,1 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.