Mit Zukunft

Ölfeld Mittelplate steigert Jahresproduktion

Deutschlands größtes Ölfeld Mittelplate im Wattenmeer vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste befindet sich weiter auf Erfolgskurs. Die Jahresproduktion konnte auf mittlerweile mehr als zwei Millionen Tonnen Öl erhöht werden, wie die RWE DEA als Betreiber in Friedrichskoog mitteilte.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Friedrichskoog (ddp-nrd/sm) - Damit trage Mittelplate fast 60 Prozent zur gesamten einheimischen Ölförderung bei. Im Herbst 1987 war die Produktion mit einer jährlichen Förderung von etwa 200 000 Tonnen aufgenommen worden. Insgesamt hat das Mittelplate-Konsortium, zu dem auch Wintershall gehört, seither bis Ende 2005 über 16 Millionen Tonnen Öl gefördert.

Etwa 40 Millionen Tonnen Erdöl können voraussichtlich noch aus der Lagerstätte gewonnen werden. Da andere inländische Ressourcen weitgehend erschöpft sind, ist die bislang völlig störungsfreie Mittelplate laut RWE DEA mit knapp 65 Prozent der nationalen Rohölreserven das einzige große deutsche Ölfeld mit Zukunft. Der Rohstoff wird sowohl von der Bohr- und Förderinsel Mittelplate als auch von Land aus gewonnen. Bei der Gesamtförderung steuerte die Insel knapp zehn Millionen Tonnen bei, die Dieksand-Onshore-Förderung etwa 6,2 Millionen Tonnen.

Im Oktober 2005 wurde die Bohrinsel an eine 100 Millionen Euro teure Pipeline durch das Wattenmeer zum Festland angeschlossen. Damit wird das Rohöl aus der Lagerstätte über ein durchgehendes Rohrleitungssystem direkt in die Raffinerien nach Heide und Brunsbüttel geleitet. Durch den Bau entfallen die bisher notwendigen rund 2000 Schiffsbewegungen pro Jahr durch das Wattenmeer.

Mit der größeren Transportkapazität der Rohrleitungsverbindung im Vergleich zur bisherigen wetter- und tidenabhängigen Verschiffung lässt sich die Förderung von der Bohrinsel Mittelplate von zuvor maximal 900 000 Tonnen auf bis zu 1,6 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr steigern. Einschließlich der Förderung von Land aus könne die jährliche Fördermenge im Offshore- und Onshore-Verbund so auf rund 2,5 Millionen Tonnen erhöht werden.