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KostenbeteiligungBP hat infolge der Ölpest im Golf von Mexiko einen Notfallfonds für derartige Vorfälle vorgeschlagen, an dem die gesamte Branche beteiligt sein soll. Gerade für kleinere Unternehmen wäre ein solcher Vorfall nicht bezahlbar.
Hamburg (afp/red) - Nicht nur höhere Kosten bei der Ölförderung, vor allem die Folgekosten von Unfällen wie dem Untergang der BP-Bohrplattform "Deepwater Horizon" vor zehn Wochen, seien ein Problem, sagte der BP-Chefökonom Christof Rühl der Zeitung "Financial Times Deutschland" (Mittwochsausgabe). Kleinere Unternehmen könnten solche Kosten nicht tragen. "Das ist eine Schwäche im System, die angegangen werden sollte," forderte Rühl.
Es müsse über eine bessere Handhabung von Risiken nachgedacht werden, sagte der ranghöchste deutsche BP-Manager der "FTD". Es sei wichtig, weiterhin auch weniger kapitalstarke Unternehmen an den komplizierten Bohrungen im tiefen Wasser zu beteiligen. "Schließlich sind auch gerade die kleineren Firmen oft die Triebfedern des technologischen Fortschritts", sagte Rühl.
Die Auswirkungen der Ölpest werden nach Rühls Einschätzung für die Branche "spürbar sein". Er rechne damit, dass die US-Regierung die Sicherheitsstandards verschärfe und das Bohren in dem Land, das derzeit wegen niedriger Steuern noch sehr lukrativ sei, teurer werde. "Insgesamt sind die Projekte aber so kapitalintensiv und der technologische Fortschritt so rapide, dass die Kosten sich relativieren werden," sagte Rühl. Die derzeit sehr hohen Raten, mit denen die Ölkonzerne ihre Unfallrisiken versichern, würden "wieder sinken, wenn die Industrie und die Regulierungsbehörden Methoden entwickelt haben, die die Sicherheit verbessern werden".
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Bei Unfällen auf Ölbohrplattformen in der Nordsee laufen die Geschädigten Gefahr, leer auszugehen. Die Bundesregierung räumt laut der "Frankfurter Rundschau" ein, dass zentrale Fragen der Haftung sowohl im europäischen, als auch im nationalen Rahmen ungeklärt sind und dass eine Havarie wie kürzlich im Golf von Mexiko zahllose Rechtsprobleme aufwerfen würde.
Der Essener Gasanbieter RWE will mit einer Milliardeninvestition vor der ägyptischen Küste seine Gasproduktion ausbauen. Die Konzerntochter Dea will offenbar eine Rekordsumme in das Projekt stecken. Langfristig plant RWE seine Gas- und Ölproduktion zu verdoppeln.
Trotz massiven Drucks aus Politik und Öffentlichkeit hat der Energiekonzern BP einen neuen Versuch, das Ölleck im Golf von Mexiko abzudichten, verschieben müssen. Erstmals hat der Konzern nun eingeräumt, dass die Ölpest im Golf von Mexiko für das Unternehmen ein massives Imageproblem sei.
Einen Monat nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko ist erstmals Schweröl an der US-Küste angekommen. Im Bundesstaat Louisiana wurde am Donnerstag dickflüssiges Schweröl angespült und in die empfindlichen Sumpfgebiete des Marschlandes getrieben.
Mehr als drei Wochen nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" ist es BP nach eigenen Angaben erstmals gelungen, Öl und Gas durch ein langes Rohr vom Meeresboden abzusaugen. "Wir werden versuchen, so viel Öl wie möglich einzufangen", sagte BP-Vizechef Kent Wells am Sonntag (Ortszeit). Die US-Regierung reagierte zurückhaltend.Strompreise vergleichen
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