Erhöhung

Ökostrom-Umlage: So viel mehr kassiert der Bund

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist Nutznießer der auf einen Rekordwert steigenden Ökostrom-Umlage. Denn dadurch steigen die Mehrwertsteuereinnahmen im Strombereich merklich, wie eine Berechnung der Deutschen Presse-Agentur ergab. Hinzu kommt noch die eigentliche Stromsteuer.

Stromkosten© babimu / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Bei einem jährlichen Stromverbrauch in privaten Haushalten von derzeit 139 Terawattstunden und 1,19 Cent Mehrwertsteuer auf künftig 6,240 Cent Umlage summieren sich die Mehrwertsteuereinnahmen aus diesem Posten 2014 auf rund 1,65 Milliarden Euro. Bisher sind es rund 1,4 Milliarden Steuereinnahmen durch die Umlage. Daher fordert etwa die SPD, die Stromsteuer, die ein weiterer Bestandteil des Strompreises ist, entsprechend zu senken.

Einnahmen könnten noch größer ausfallen

Allerdings sparen die Bürger dafür in der Regel an anderer Stelle, so dass unter dem Strich diese Entwicklung nicht insgesamt zu höheren Einnahmen für den Staat führen muss. Bezieht man in die Rechnung unter anderem noch die nicht von Rabatten profitierenden Unternehmen ein, sind die Einnahmen noch weit größer. Der nicht-privilegierte Stromverbrauch beträgt derzeit rund 382 Terawattstunden, was 2014 Mehrwertsteuereinnahmen von 4,5 Milliarden Euro ausmachen könnte.

Politiker raten zum Anbieterwechsel

Wie ein schneller Vergleich mit dem Stromrechner zeigt, lassen sich allein durch einen Wechsel raus aus der Grundversorgung für Strom bereits bis zu mehreren Hundert Euro im Jahr sparen. Viele Verbraucher scheuen den Wechsel zu einem neuen Stromanbieter noch immer, doch ein paar Tipps helfen, mögliche Risiken zu vermeiden.

Der Strom-Rechner ermöglicht es seinen Nutzern, eventuelle Risikotarife mit Vorauskasse oder Kaution von der Suche auszuschließen. Außerdem lässt sich die Auswahl auf Stromtarife begrenzen, die ihren Kunden eine Preisgarantie über eine bestimmte Zeit einräumt. Dabei sind Preisgarantien nützlich, um Strompreiserhöhungen wenigstens in gewissem Umfang vorzubeugen.

Quelle: DPA