Schätzungen

Ökostrom-Umlage könnte weniger stark steigen

Die Ökostrom-Umlage soll einem Pressebericht zufolge ab Januar nächsten Jahres auf etwa sechs Cent je Kilowattstunde (kWh) steigen. Das berichteten die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf "mit den Berechnungen vertraute Kreise". Damit würde der Anstieg etwas geringer ausfallen als bisher angenommen. Die endgültige Umlage wird am 15. Oktober bekannt gegeben.

Förderung Solarenergie© stormpic / Fotolia.com

Dortmund/Berlin (AFP/dpa/red) - Die Angaben decken sich in etwa mit Studien aus den vergangenen Monaten, die einen Anstieg auf 6,1 Cent/kWh bis etwa 7 Cent/kWh vorausgesagt hatten, wobei die niedrigeren Vorhersagewerte dominierten.

Dämpfende "Sondereffekte"

Verglichen mit den Prognosen machten sich in den Berechnungen einige dämpfende "Sondereffekte" bemerkbar, hieß es dazu in den "Ruhr Nachrichten" ohne nähere Angaben. Das lasse den Anstieg nun doch geringer ausfallen. Die Ökostrom-Umlage liegt derzeit bei 5,28 Cent/kWh. Sie wird jährlich an die Marktentwicklung angepasst.

Die Umlage nach dem sogenannten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll den Ausbau neuer Energiequellen wie Wind- und Solarkraftwerke fördern, die das Klima schonen und Deutschland unabhängiger von Öl und Kohle machen. Sie wird von privaten Verbrauchern und Firmen über ihre Stromrechnung bezahlt. Letztere können sich allerdings unter bestimmten Umständen ganz oder teilweise befreien lassen.

Bekanntgabe am 15. Oktober

Die endgültige Umlage für das nächste Jahr wird immer zum 15. Oktober von den vier Übertragungsnetzbetreibern bekannt gegeben - sie wickeln die Vergütungen für Wind- und Solarparks ab. Die Differenz zwischen dem für den Strom erzielten Preis und dem auf 20 Jahre garantierten Vergütungssatz zahlen die Bürger per Umlage. Bis zur Bekanntgabe der Umlage im Oktober seien noch leichte Veränderungen möglich, hieß es.

Quelle: AFP