Nachrüstung gefordert

Ökostrom-Kraftwerk als Fisch-Killer in der Kritik

Ökostrom kann auch durchaus negative Folgen für die Umwelt haben, wie man am Beispiel des Pumpspeicherkraftwerks in Geesthacht an der Elbe sehen kann. Das Kraftwerk dient der Stromversorgung zu Spitzenlastzeiten und speichert Energie aus regenerativen Quellen. Doch durch die Turbinen wird nicht nur Wasser angesaugt, sondern auch Fische.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Pumpspeicherkraftwerke erzeugen dadurch Strom, dass Wasser hochgepumpt wird und so als potenzielle Energie gespeichert wird. Wird Elektrizität benötigt, lässt man das Wasser bergab wieder ins Gewässer zurückfließen. Dabei erzeugen Generatoren und Turbinen Strom.

Das größte norddeutsche Pumpspeicherkraftwerk an der Elbe wird von Vattenfall betrieben. Wie der NABU bemängelt, hat der Energieversorger aber nicht genügend Vorkehrungen getroffen, um das Leben in der Elbe zu schützen. "Ohne jeglichen Fischschutz" habe man das Kraftwerk unter Vollast in Betrieb genommen, so die Umweltschützer. Zigtausende Fische würden verenden, weil sie mit dem Wasser angesaugt würden. Gefährlich für die Wasserbewohner ist nicht nur der Druck, sondern auch die Turbinen.

Vom Regen in die Traufe

"Besonders absurd wirkt das vor dem Hintergrund der Fischaufstiegsanlage, die Vattenfall aufgrund der durch das Kraftwerk Moorburg gefährdeten Fischpopulationen errichten musste", erklärt der Hamburger NABU-Chef Alexander Porschke. "Fische, die jetzt dank der von Vattenfall errichteten Aufstiegsanlage in Geesthacht elbaufwärts wandern, drohen in nur drei Kilometer Entfernung Opfer der nächsten Vattenfallschen Anlage zu werden."

Der Naturschutzbund fordert, die Anlage außer Betrieb zu nehmen, bis sie entsprechend nachgerüstet ist.