Strom-News
Regio-StudienEuropas Stromnetze müssen massiv ausgebaut werden, wenn die EU-Wachstumsziele für erneuerbare Energien erfüllt werden sollen. So ist beispielsweise in Italien bis 2050 ein Ausbau der Stromnetze um bis zu 170 Prozent im Vergleich zu heute notwendig, um den Stromtransport in die Nachfragezentren im Norden zu gewährleisten.
Berlin (red) - Dies sei ein beispielhaftes Ergebnis der regionalen Studien des EU-Projekts Susplan, die jetzt vorgestellt wurden. Das Projekt untersucht die Energiesysteme in neun europäischen Regionen und entwickelt Szenarien zur verstärkten Integration von Ökostrom. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ist einer von 16 Susplan-Projektpartnern aus 12 Ländern.
Während die Studienergebnisse deutlich zeigen, dass in vielen europäischen Regionen langfristig ein massiver Ausbau der Stromnetze notwendig ist, stelle sich die Situation bei den Gasnetzen anders dar: Energieeffiziente Wohnhäuser lassen den Heiz- und damit verbunden auch den Gasbedarf deutlich sinken. Das steht einer Erweiterung der Gasnetze entgegen. So wird beispielsweise in Spanien die Gasnachfrage der Haushalte ab 2020 wesentlich geringer ausfallen als angenommen. Schon ab 2020 ist dort daher kein weiterer Ausbau der Gasinfrastruktur notwendig. Ähnlich verhält es sich in Österreich: Hier wird aufgrund des sinkenden Gasbedarfs der Haushalte nach 2030 keine Erweiterung der Gasinfrastruktur erforderlich sein.
Die Weiterentwicklung der Energiesysteme in Richtung Ökostrom ist ein langfristiger Prozess. Daher erarbeiten die Projektpartner entsprechende Strategien für den Zeitraum 2030 bis 2050. Basierend auf einem ganzheitlichen Ansatz sollen Strom- und Gas- beziehungsweise Wärmeinfrastruktur zusammenhängend betrachtet werden. Geplant ist, alle Ergebnisse des Susplan-Projekts auf einer internationalen Konferenz am 7. Dezember in Berlin vorzustellen.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am letzten Tag ihrer so genannten Energiereise den Ausbau des Hochspannungsnetzes angemahnt. "Wer das neue Zeitalter der erneuerbaren Energien erreichen will, muss auch den Netzzubau akzeptieren. Sonst wird uns das nicht gelingen", sagte Merkel am Freitag in Rheinfelden.
Der Leiter der RWE-Tochter Innogy, Fritz Vahrenholt, setzt in Nordrhein-Westfalen auf den Ausbau der Windkraft. "Wir brauchen mehr Windkraft für NRW", sagte Vahrenholt der "Rheinischen Post". Zudem wolle RWE weiterhin Milliarden in Windparks in der Nordsee investieren.
Trotz der sinkenden Vergütungungen per EEG lohnt sich das Geschäft mit selbst erzeugten Ökostrom immer noch. Auch das Interesse an Solaranlagen ist laut Bundesnetzagentur noch vorhanden. Doch vor und nach der Anschaffung sind einige Dinge zu beachten.
Was sind eigentlich die substanziellen Unterschiede zwischen Ökostrom und "normalem" Strom? Ökostrom ist zwar im Prinzip der gleiche wie herkömmlicher Strom, wird aber auf andere Weise realisiert. Und auch Ökostrom hat Vor- und Nachteile - welche das sind, haben wir hier zusammengefasst.
Erstmals in diesem Jahrzehnt sind 2009 die globalen CO2-Ausstöße zurückgegangen. Angesichts der Wirtschaftskrise fällt dieser Rückgang jedoch geringer aus als erwartet. Gleichzeitig wurden die Ausgaben für erneuerbare Energien um weitere fünf Milliarden Euro erhöht. Wind- und Solarenergie verzeichneten einen neuen Rekordzuwachs.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!