Strom-News
Gewinn aus längeren LaufzeitenDie Ökostrombranche in Deutschland lehnt eine mögliche Milliarden-Förderung ab, die ihr die Bundesregierung durch eine geplante Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Aussicht stellt. "Wir brauchen das Geld nicht", sagte der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Dietmar Schütz, dem "Tagesspiegel".
Berlin (afp/red) - "Ich halte die Verteilung von Extra-Gewinnen aus der Atomwirtschaft an einzelne Unternehmen, die sich mit der Gewinnung von Strom aus Wind- oder Sonnenkraft beschäftigen, außerdem für rechtlich bedenklich und praktisch nicht umsetzbar", sagte Schütz dem Blatt.
Damit reagierte er auf Vorstellungen aus Regierungskreisen, dass die Kernkraftwerksbetreiber einen Teil der Gewinne abgeben müssen, die sie mit einem möglichen längeren Betrieb ihrer 17 Atomkraftwerke einnehmen würden. Das Geld könnte den Angaben zufolge in die Förderung erneuerbarer Energien, den Ausbau von Stromnetzen und die Erforschung von Stromspeichern investiert werden.
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Hessens Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) hält es für möglich, dass das Atomkraftwerk Biblis A noch mindestens zehn Jahre lang Strom liefert. Die SPD warf ihr daraufhin "Ignoranz in Sicherheitsfragen" vor. Die Grünen warfen der Ministerin vor, sich nur die finanziellen Interessen des AKW-Betreibers RWE einzusetzen.
Der Streit über die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nimmt an Schärfe zu. Für neuen Zündstoff sorgt ein Bericht des "Spiegel", wonach die Bundesregierung alle 17 noch laufenden Atommeiler im Land vorerst weiter am Netz halten will, auch die Uraltmeiler Biblis A und Neckarwestheim 1. SPD und Grüne reagierten empört.
Die Stadtwerke München (SWM) wollen innerhalb eines Jahres einhundert Ökostrom-Ladestationen für Elektroautos errichten um die Region noch sauberer und umweltfreundlicher zu machen und die Entwicklung der Elektromobilität voranzutreiben.
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat eine grundlegende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefordert. Es sei beispielsweise nicht sinnvoll, dass Photovoltaik die meiste Förderung bekomme, während Windenergie oder Biomasse vermutlich auf Dauer gesehen einen wichtigeren Beitrag zur Stromerzeugung leisten könnten.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) dringt auf eine baldige Einigung über längere AKW-Laufzeiten. "Wir wollen Klarheit haben bis zur Sommerpause", sagte Brüderle am Donnerstag in der Haushaltsdebatte im Bundestag. Im Herbst werde sein Haus dann das angekündigte Energiekonzept, einen "ganzheitlichen Ansatz", vorlegen.Strompreise vergleichen
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