Verbundsysteme

Ökologische Wärmedämmung: Die Natur macht's vor

Wärmedämmverbundsysteme sind teuer, aber wirkungsvoll - sowohl aus Gründen der Energieeinsparung als auch zum Mindern des Kohlendioxid-Ausstoßes. Es empfehle sich allerdings, die Eigenschaften der verschiedenen Dämmstoffe sorgfältig zu vergleichen, so der VHD.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Hauseigentümer, die neben einem attraktiven Äußeren auch Wert auf zeitgemäße Energiespareigenschaften legen, können bei anstehenden Verschönerungsarbeiten gleich ein komplettes Wärmedämmverbundsystem montieren. Es wirkt wie eine zweite Haut des Hauses und schützt rund ums Jahr vor Kälte, Hitze, Schlagregen und Schall.

Hohe Invesition

Im Allgemeinen ist die Investition in ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zwar kein Pappenstiel, kann sich für den Hauseigentümer aber wirklich lohnen. Dies gilt umso mehr, wenn man auch ökologische Aspekte ins Kalkül zieht. Zum einen erhöht ein fachgerecht montiertes WDVS den Wert des Hauses beträchtlich; zum anderen trägt das Dämmen der Gebäudehülle nachhaltig zur Minderung des Heizwärmebedarfs und des Kohlendioxid-Ausstoßes bei.

Auswahl ist groß

Der Baustoffhandel bietet eine große Auswahl unterschiedlicher Dämmplatten und Putzsysteme. Für Bauherren und modernisierungswillige Hauseigentümer empfiehlt es sich daher, die Eigenschaften der verschiedenen Dämmstoffe sorgfältig zu vergleichen. "Wärmedämmverbundsysteme, die auf ökologischen Holzfaserdämmplatten basieren, sind erste Wahl, wenn es vorrangig um den Schutz vor winterlicher Kälte sowie sommerlicher Hitze geht. Bei Systemen mit schweren, stark verdichteten Platten kommt ein überzeugender Schallschutz hinzu. Auch das Thema der Entsorgung nach Beendigung der Nutzung sollte von Anfang an bei der Entscheidung eine Rolle spielen", rät Tobias Wiegand, Geschäftsführer beim Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD).

Bauaufsichtliche Zulassung zeigen lassen

Generell gilt, dass alle Komponenten eines Wärmedämmverbundsystems aufeinander abgestimmt sein müssen, um die gewünschten Funktionen und zugleich ein attraktives Erscheinungsbild des Hauses zu garantieren. So dient die Dämmplatte innerhalb eines WDVS zum Beispiel nicht allein als Energiepuffer, sondern zugleich als Trägerfläche für den aufzubringenden Putz. Empfehlenswert sei in jedem Fall, so der Tipp des VHD, sich die bauaufsichtliche Zulassung für das favorisierte WDVS zeigen zu lassen. Sie ist für Bauprodukte zwingend vorgeschrieben und biete einen wichtigen Anhaltspunkt, ob es sich um ein vertrauenswürdiges Bauprodukt handelt.