Paukenschlag

Ökologisch nachhaltige Ski-WM mit "PurePower St. Moritz"

Mit dem aus reiner Wasserkraft gewonnenen Produkt "PurePower St. Moritz" werden anlässlich der 38. FIS alpinen Ski-Weltmeisterschaften vom 1. bis 16. Februar 2003 nicht nur die Wettkampfanlagen, sondern darüber hinaus die gesamte Kommune St. Moritz inklusive aller Infrastruktureinrichtungen versorgt.

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Das neue deutsch-schweizerische Ökostrom-Joint Venture der Energie AG Iserlohn-Menden und der Rätia Energie (Poschiavo) startet mit einem Paukenschlag an den Markt. Mit seinem aus reiner Wasserkraft gewonnenen Produkt "PurePower St. Moritz" werden anlässlich der 38. FIS alpinen Ski-Weltmeisterschaften vom 1. bis 16. Februar 2003 nicht nur die Wettkampfanlagen, sondern darüber hinaus die gesamte Kommune St. Moritz inklusive aller Infrastruktureinrichtungen versorgt. Im Zusammenhang mit weiteren, auf Umweltschutzbelange fokussierte Maßnahmen wird so in St. Moritz eine historische Premiere gefeiert: Eine ökologisch nachhaltige Ski-WM in der mehr als 70jährigen Geschichte dieser Wettkämpfe.

Der Präsident der FIS Ski-WM 2003, Hugo Wetzel, hält das vom neuen deutsch-schweizerischen Ökostrom-Joint Venture auf den Weg gebrachte Engagement für absolut beispielhaft. "Wir waren von vornherein von der Idee begeistert. Denn sie passt in unser Konzept, in St. Moritz eine WM zu realisieren, bei der Rücksicht auf die Natur sowie ökologische Nachhaltigkeit nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern zentrale Aufgaben sind. Neben anderen Engagements, die den Pisten- und Anlagenbau aber auch das Verkehrs- sowie das Abfall- und Entsorgungskonzept betreffen, bringt uns die Versorgung durch Ökostrom einem wichtigen Ziel deutlich näher, nämlich nicht nur in St. Moritz, sondern auch bei anderen künftigen großen Ski-Events neue Maßstäbe in Umweltfragen zu setzen." Auch der zweifache Ski-Olympiasieger und Weltmeister Markus Wasmeier fand Lob für die Idee. "Wie die Olympischen Spiele in Sydney setzt jetzt auch die Ski-WM 2003 wichtige Umweltakzente. Die Aktion mit der Energieversorgung der WM durch Strom aus regenerativer Energie finde ich absolut nachahmenswert."

Auch der World Wide Fund For Nature (WWF), der sportlichen Großveranstaltungen aufgrund ihrer Umweltrelevanz sehr kritisch gegenübersteht, erkannte ebenfalls positive Ansätze. "Das Thema Ski und Umwelt ist durch die Ökostrom-Initiative in St. Moritz zwar längst noch nicht vom Tisch, weil gerade in St. Moritz die Abfahrtspiste ein geschütztes Hochmoor tangiert. Dennoch erkennen wir an, dass damit zumindest ein Ansatz gefunden wurde, den es in dieser Form bislang noch nicht gegeben hat und der allein schon deshalb zu begrüßen ist", so Adrian Stiefel, Leiter Klima und Energie beim WWF Schweiz. "Wir sind sehr froh darüber, dass es uns gelungen ist, alle Beteiligten für diese Idee zu gewinnen", erklärte denn auch Axel Sieling, Geschäftsführer der aus dem Joint Venture hervorgegangenen Marketing und Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Iserlohn. Sieling betonte zugleich, dass es sich dabei nicht ausschließlich um eine PR-wirksame bzw. imageträchtige Maßnahme mit lediglich temporärem Charakter handelt. "Nicht zuletzt auch im Sinne des Clean Energy Projektes wollen wir im Anschluss an die WM dafür werben, dass sich möglichst viele Bürger aber auch Unternehmen, Institutionen und Hotels in und um St. Moritz dafür entscheiden, weiter auf PurePower St. Moritz zu setzen und sich so ganz individuell für den Ausbau regenerativer Energien zu engagieren", so Sieling.