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18.02.2010, 12:43 Uhr

Strom-News

Vorausschau

Ökoenergien wirken langfristig preissenkend

Wenn in diesen Tagen wieder von vielen Versorgern steigende Strompreise angekündigt werden, dann ist einer der Schuldigen scheinbar schnell ausgemacht: die teuren erneuerbaren Energien. Doch das ist Experten zufolge zu kurzfristig gedacht.

Berlin/Frankfurt (red) - Experten zufolge sei langfristig genau das Gegenteil zu erwarten, nämlich eine rückläufige Preisentwicklung. So zitiert FR-online Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung wie folgt: "Der Ausbau von erneuerbaren Energien und Infrastruktur wirkt kurzfristig preissteigernd, langfristig aber preissenkend", so Kemfert.

Auch in einer Studie des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) heißt es, Ökostrom entlaste die Volkswirtschaft "erheblich". Ausgegangen werde dabei von den Kosten, die der Steuerzahler aufgrund der massiv sinkenden Ausgaben für Umwelt- und Klimaschäden künftig weniger tragen müsse. Dem BEE zufolge sei mit einem Rückgang dieser Schäden um 6,3 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren zu rechnen.

Zudem seien, so ein Sprecher von Greenpeace Energy, in vielen Szenarien mit höheren Strompreisen durch erneuerbare Energien der Preisdämpfungseffekt an den Strombörsen nicht eingerechnet. So verursache etwa ein Windrad keine Brennstoffkosten, egal wie lange es läuft. Und die Netzbetreiber sind verpflichtet, den - möglicherweise überschüssigen - Windstrom abzunehmen.

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