Klimaanalyse

Oberrhein: Steigende Hitzebelastung und erhöhte Hochwassergefahren

Der Klimawandel bringt am Rhein in Baden Württemberg erhebliche Steigerung der Hitzebelastung und erhöhte Hochwassergefahren. Dies ist ein Ergebnis der Regionalen Klimaanalyse Südlicher Oberrhein (REKLISO), die von der baden-württembergischen Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) vorgestellt wurde.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Freiburg (red) – "Es ist die landesweit erste regionale Klimaanalyse in dieser Qualität", erklärte Gönner auf der Abschlussveranstaltung der Umwelttagung. Die Analyse biete eine fundierte Grundlage, die erforderlichen kommunalpolitischen Konsequenzen aus den zu erwartenden Klimaveränderungen zu ziehen und notwendige Anpassungen einzuleiten. Deshalb habe das Land das Projekt mit 12.000 Euro unterstützt.

"Das Oberrheingebiet gehört in bioklimatischer Hinsicht zu den höchstbelasteten in Deutschland und Mitteleuropa", erläuterte Gönner. Ausschlaggebend seien dabei die hohe sommerliche Wärmebelastung und die damit verbundenen kritischen lufthygienischen Wetterlagen. Die hohe sommerliche Hitzebelastung in den Tallagen und den Niederungsgebieten werde in den kommenden Jahrzehnten erheblich steigen.

Auch die Hochwassergefahren im Südlichen Oberrhein würden vor allem im Winterhalbjahr weiter zunehmen. Die Fördermittel des Landes zum Ausbau des Hochwasserschutzes sollen deshalb verstetigt werden, kündigte Gönner an. Insgesamt rund 68 Millionen Euro stünden dafür in diesem Jahr bereit. "Außerdem werden wir bei den Hochwasserschutzprojekten einen Klimazuschlag berücksichtigen."

Erneuerbare Energien weiter ausbauen

Neben der Vorsorge und einer frühzeitigen Anpassung an die zu prognostizierten Klimaveränderungen müssten die Anstrengungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen weiter vorangetrieben werden, so Tanja Gönner. "Ein Erfolg versprechender Weg ist der weitere Ausbau erneuerbarer Energien. Ihr Stellenwert bei der Stromerzeugung, der Wärmegewinnung und der Mobilität muss weiter wachsen." Derzeit liege landesweit der Anteil der aus erneuerbaren Energien erzeugte Strom bei 8,5 Prozent. Bis zum Jahr 2020 solle er auf 20 Prozent erhöht werden.

Zudem müsse die Energieeffizienz weiter gesteigert und unnötig verbrauchte Energie eingespart werden. "Dazu kann jeder Einzelnen einen Beitrag leisten. Es gibt große Potenziale, die bislang nicht ausgeschöpft werden."

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