"Standort steht"

Oberbürgermeister: EEX bleibt auch nach Fusion in Leipzig

Bei einer möglichen Fusion der EEX mit einem europäischen Partner soll die Zentrale der neuen Energiebörse in Leipzig bleiben. "Der Standort der EEX ist indiskutabel", sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). So lange die Stadt einen Anteil an der Börse halte, werde das EEX-Hauptquartier die Stadt nicht verlassen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/sm) - Auch EEX-Chef Hans-Bernd Menzel sagte: "Der Standort steht!" Nach Einschätzung von Oberbürgermeister Jung muss diese Standortbedingung allerdings nicht für die Tochterunternehmen der EEX gelten. "Wer wachsen will, muss auch teilen können", fügte Jung hinzu.

Die EEX verhandelt derzeit europaweit mit Partnern, um weiter wachsen zu können. Laut Medienberichten ist eine Fusion mit der Pariser Strombörse Powernext die wahrscheinlichste Variante.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) sagte, die Bundesregierung habe ein großes Interesse daran, den Börsenstandort Leipzig zu halten. Die Stadt habe sich in den vergangenen Jahren zu einem Kompetenzzentrum beim Thema Energie entwickelt.

Die EEX erreichte im ersten Halbjahr 2007 Umsatzerlöse von 20,08 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg binnen eines Jahres um rund 31 Prozent auf 7,7 Millionen Euro.