Strom-News
ModernisierenUS-Präsident Barack Obama hat am Dienstag das bislang umfangreichste Projekt zur Modernisierung des Stromnetzes in den USA vorgestellt. Mit Investitionen von umgerechnet 2,3 Milliarden Euro soll ein intelligentes Netz gebaut werden. Zudem soll es Strom aus erneuerbaren Energien über weite Entfernungen transportiert werden können.
Arcadia (afp/red) - Der Staat werde rund 3,4 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) bereitstellen, um die zum Teil schon jahrzehntealten Leitungen zu modernisieren und für Ökostrom nutzbar zu machen, sagte Obama am Dienstag beim Besuch einer Solaranlage in Arcadia im Bundesstaat Florida. Nach Angaben der US-Regierung könnte das geplante "kluge Stromnetz" bis 2030 etwa vier Prozent des US-Energieverbrauchs einsparen, das entspräche etwa 20,4 Milliarden Dollar.
Das neue Stromnetz solle alternative Energie effizient über große Entfernungen nutzbar machen, sagte ein Berater Obamas. So könnten Unternehmen etwa Solarstrom aus dem sonnigen Südwesten der USA oder Windenergie aus dem stürmischen Mittleren Westen beziehen. In Millionen von Privathäusern sollten Energiemessinstrumente installiert werden, mit denen sich der Stromverbrauch senken lässt. Ziel sei es, dass die USA bis 2020 etwa 20 Prozent ihres Strombedarfs aus alternativen Quellen decken.
Die von Obama freigegebenen Mittel sollen etwa hundert Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen zur Verfügung gestellt werden, die das neue Stromnetz aufbauen sollen. Die Spanne der Anschubkredite soll von 400.000 Dollar bis zu 200 Millionen Dollar reichen. "Unser Stromnetz basiert auf uralter Technologie", sagte Obama. "Es verschwendet zu viel Energie, ist zu teuer und zu anfällig für Störungen." Die Gelder sollen aus dem im Februar verabschiedeten 787 Milliarden Dollar schweren Konjunkturpaket kommen.
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CDU/CSU und FDP gehen neue Wege in der Energiepolitik. Der von Rot-Grün beschlossene Atomausstieg soll gelockert werden, eine schnelle Kürzung der Förderung von erneuerbaren Energien wurde nun doch erstmal nicht festgeschrieben. Die Meinungen von Energiewirtschaft und Verbänden zum Koalitionsvertrag sind gemischt.
Vattenfall hat die Verhandlungen über den Verkauf des deutschen Höchstspannungsnetzes an ein Bankenkonsortium größtenteils abgeschlossen. Die Vertragsunterzeichnung könnte jedoch noch bis 2010 auf sich warten lassen, da die Banken noch die Gegenfinanzierung des Investitionsbedarfs sicherstellen müssten, hieß es.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung will spätestens innerhalb des kommenden Jahres ein neues Energiekonzept für eine saubere, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung in Deutschland vorlegen. Die erneuerbaren Energien sollen konsequent ausgebaut und die Energieeffizienz soll weiter erhöht werden, zugleich wird an Atomenergie festgehalten.
Die künftige Koalition will bei der Förderung erneuerbarer Energien eine Art Bestandsschutz gewähren. Die "Financial Times Deutschland" berichtete vorab unter Berufung auf den Entwurf des Koalitionsvertrags, die Fördersätze für Ökostrom sollten erst zum 1. Januar 2012 angepasst werden. Einzig die Solarförderung solle früher angepasst werden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt die künftige Bundesregierung vor längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke. Dies bedeute einen enormen Rückschlag für erneuerbare Energien, sagte der hessische BUND-Geschäftsführer Michael Rothkegel im ddp-Interview in Frankfurt. Strompreise vergleichen
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