Bohrinsel-Explosion

Obama will 129 Millionen Dollar zur Bekämpfung von Ölpest

Zur Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko hat US-Präsident Barack Obama vom Kongress die Freigabe von mindestens 129 Millionen Dollar (102 Millionen Euro) verlangt. Währenddessen setzt BP auf eine neue Methode, die Ölpest einzudämmen: Das aus dem Hauptleck sprudelnde Öl solle durch ein dünnes Rohr abgesaugt werden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Washington (afp/red) - "Ich werde keine Anstrengung auslassen, um jeden Schaden, der verursacht wurde, zu beseitigen", schrieb Obama am Mittwoch (Ortszeit) in einem Brief an die Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zur Begründung seiner Forderung.

Geld für Küstenwache zur Eindämmung des Ölteppichs

Von dem Geld sollen demnach mindestens 100 Millionen Dollar an die Küstenwache gehen, die sich seit der Explosion und dem Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" um die Eindämmung des Ölteppichs vor der Südküste der USA bemüht. Die Summe solle aus einem speziellen Fonds zur Bekämpfung von Ölkatastrophen genommen werden, schrieb der Präsident. Darüber hinaus solle das Innenministerium 29 Millionen Dollar erhalten, die für zusätzliche Inspektionen, Studien und andere Maßnahmen genutzt werden sollen, die nicht von den Verursachern der Ölpest oder dem Fonds zur Bekämpfung von Ölkatastrophen abgedeckt würden.

BP will Öl durch dünnes Rohr absaugen

Der Ölkonzern BP setzt nach den erfolglosen Versuchen, den Ölfluss zu stoppen, nun auf eine nee Methode. Mit einem dünnen Rohr will der Konzern das aus dem Hauptleck sprudelnde Öl absaugen und in einen Tanker an der Wasseroberfläche leiten. Sollte dies misslingen, wollte BP den Angaben zufolge den Versuch mit der Stahlglocke wiederaufnehmen.