Umfrage

Nur wenige Läden nehmen alte Energiesparlampen zurück

Nur wenige Handelsketten nehmen einer Umfrage zufolge alte Energiesparlampen ohne Einschränkungen wieder zurück. Einige Geschäfte klärten ihre Kunden aber zumindest darüber auf, dass die an sich umweltfreundlichen Lampen nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden dürften.

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Düsseldorf (AFP/sm) - Das teilte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am Mittwoch mit. Bei einer Umfrage unter 37 namhaften Handelsketten habe über die Hälfte der Unternehmen gar nicht geantwortet, kritisierten die Verbraucherschützer.

Nur sechs der 21 Handelsketten, die auf die Umfrage antworteten, nehmen die ausgedienten Energiesparlampen laut Verbraucherzentrale immer zurück. Nur eine davon kläre die Verbraucher allerdings über ihre Pflicht auf, die alten Lampen zurückzugeben. Andere Ketten nehmen die Lampen der Umfrage zufolge nur zurück, wenn Kunden gleich neue Lampen kaufen. Bei einigen Ketten wiederum ist die Vorgehensweise von Filiale zu Filiale unterschiedlich. Fast die Hälfte der befragten Anbieter nimmt die alten Energiesparlampen gar nicht an.

Verbraucher sind seit 2006 verpflichtet, Energiesparlampen genauso wie alte Elektrogeräte an eigens eingerichteten Sammelstellen zurückzugeben. Die Lampen, die nur einen Bruchteil der Energie von Glühbirnen verbrauchen und dadurch das Klima schonen, enthalten Quecksilber und dürfen daher nicht im Hausmüll entsorgt werden. Trotzdem werden nach Angaben der Verbraucherzentrale nur rund zehn Prozent der Energiesparlampen fachgerecht entsorgt, die anderen würden in den Mülltonnen landen. "Die zurückhaltende Reaktion auf unsere Anfrage und das mangelnde Engagement zeigen: Der politische Appell an die Händler, alte Energiesparlampen freiwillig zurückzunehmen, ist gescheitert", erklärte die Verbraucherzentrale NRW.