Statistik

Nur geringer Anstieg der Jahresteuerung im Januar

Die deutschen Verbraucherpreise sind im Januar nach endgültigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent gestiegen. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit heute die vorläufigen Angaben. Im Dezember hatte die Jahresteuerung 1,4 Prozent betragen, im November 1,5 Prozent.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp.djn/sm) - Gegenüber dem Vormonat Dezember sind die Preise im Januar trotz der Mehrwertsteuererhöhung sogar um 0,2 Prozent zurückgegangen. Diese Entwicklung sei in erster Linie auf saisonbedingte Preissenkungen zurückzuführen. Mit dem Ende der Weihnachtsferien verbilligten sich beispielsweise Pauschalreisen um gut ein Viertel.

Der Anstieg der Teuerungsrate auf Jahressicht auf 1,6 Prozent ist den Angaben zufolge entsprechend nur teilweise auf die zum 1. Januar wirksam gewordenen Mehrwertsteuererhöhung zurückzuführen. Die Auswirkungen der Steuererhöhungen auf das Gesamtergebnis seien im Januar kaum erkennbar. Vielmehr prägten rückläufige Preise für Ölprodukte und gegenläufige Saisoneffekte das Preisklima.

Im Jahresvergleich sanken laut Bundesamt beispielsweise sowohl die Preise für leichtes Heizöl um 9,2 Prozent als auch für Kraftstoffe um 2,5 Prozent. Dagegen zogen die Preise für andere Haushaltsenergien binnen Jahresfrist weite deutlich an: Gas habe sich im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,3 Prozent, die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme um 6,3 Prozent und Strom um 5,8 Prozent erhöht. Ohne Einrechnung der Energieprodukte hätte die Teuerungsrate im Januar bei 1,8 Prozent gelegen.