Zunächst 40 Prozent

Nuon sucht neuen Mehrheitsaktionär

Auch der zweitgrößte niederländische Energiekonzern Nuon wird bald einen neuen Mehrheitsaktionär haben. In einem ersten Schritt sollen 40 Prozent der Nuon-Anteile verkauft werden, bestätigte das Unternehmen Presseberichte. Zu den Interessenten gehört auch der deutsche Energiemulti E.ON.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (afp/sm) - Nach dem Energiekonzern Essent wollen niederländische Kommunen und Provinzen auch einen großen Anteil am zweitgrößten holländischen Versorger Nuon verkaufen. In einem ersten Schritt sollten 40 Prozent von Nuon veräußert werden, heißt es in der Online-Ausgabe des "Managermagazins". Ein Abschluss der Transaktion ist schon für die nächsten Wochen geplant.

Insgesamt müssten die interessierten Konzerne - dazu gehören u.a. Dong, Vattenfall und E.ON - etwa 2,5 Milliarden Euro investieren, vermuten Branchenexperten. Nuon gehört mehrheitlich den niederländischen Provinzen, größter Einzelaktionär mit fast 45 Prozent ist die Provinz Geldern.

Nuon bietet in zahlreichen deutschen Städten Strom an, in einigen Städten auch Gas. Der Konzern tritt als Billiganbieter auf und bewirbt sein Stromangebot als umweltfreundlich, da der Strom nicht aus Atom- und aus Kohlekraftwerken stamme. Auch Dong ist in Deutschland vertreten: Der dänische Konzern hält einen Anteil von 25,1 Prozent an Energie und Wasser Lübeck (EWL).

Erst vor wenigen Tagen hatte RWE die Übernahme vom größten niederländischen Versorger Essent mitgeteilt. RWE will dafür 9,3 Milliarden Euro zahlen.