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Schwedischer EnergiekonzernDer wegen mehrerer Pannen in seinen deutschen Atomkraftwerken in der Kritik stehende schwedische Energieriese Vattenfall bekommt einen neuen Chef. Oeystein Loeseth, aktuell Chef des Energieversorgers Nuon, übernimmt den Vorstandsvorsitz noch im ersten Halbjahr 2010, wie Aufsichtsratchef Lars Westerberg am Montag erklärte.
Stockholm (afp/red) - Diese Entscheidung habe der Aufsichtsrat des Staatskonzerns am Sonntag getroffen. Bis zur Übernahme der Übernehmensleitung soll Loeseth als Vizechef bei Vattenfall arbeiten.
Der 51-jährige Norweger Loeseth ist derzeit Chef des niederländischen Energieversorgers Nuon, an dem Vattenfall einen Anteil von 49 Prozent hält. Er löst den bisherigen Unternehmenschef Lars Josefsson ab, dessen Vertrag 2010 ausläuft. Vattenfall ist der drittgrößte Energiekonzern in Deutschland und größter Nuon-Aktionär.
Josefsson war jüngst verstärkt in die Kritik geraten, unter anderem auch im Zusammenhang mit den Störfällen an den deutschen Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel. Zuletzt war er auch heftig kritisiert worden, da der Konzern unter ihm die finanzielle Verantwortung für einen möglichen Atomunfall in Deutschland übernommen hatte. Damit habe Josefsson "die gesamte Gruppe in Gefahr gebracht", sagte Schwedens Energieministerin Maud Olofsson. Die Ministerin kritisierte zudem Überlegungen des Vattenfall-Chefs, das Stromnetz in Schweden zu verkaufen, um Investitionen in Großbritannien zu finanzieren.
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Der Energiekonzern Vattenfall hat im dritten Quartal seine Erlöse nach der Übernahme des niederländischen Versorgers Nuon kräftig gesteigert, zugleich aber deutlich weniger verdient.
Vattenfall hat die Verhandlungen über den Verkauf des deutschen Höchstspannungsnetzes an ein Bankenkonsortium größtenteils abgeschlossen. Die Vertragsunterzeichnung könnte jedoch noch bis 2010 auf sich warten lassen, da die Banken noch die Gegenfinanzierung des Investitionsbedarfs sicherstellen müssten, hieß es.
Im derzeit stillstehenden schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Brunsbüttel hat es eine weitere Panne gegeben. Wie der Betreiber Vattenfall Europe am Donnerstag mitteilte, funktionierte der Leistungsschalter eines Dieselgenerators des Notstandsystems nicht. Die Mitarbeiter mussten einen Reserveschalter betätigen.
Bei einer wöchentlichen Routineprobe im derzeit stillstehenden Kernkraftwerk Brunsbüttel ist ein Schaden an einem Zwischenkühler festgestellt worden. Der Meiler steht seit über zwei Jahren still, nachdem es im Sommer 2007 einen Kurzschluss gegeben hatte.
Der Energiekonzern Vattenfall sucht erneut das Gespräch mit Anwohnern des nach mehreren Pannen stillstehenden Atomkraftwerks Krümmel und hofft, Vertrauen zurückgewinnen zu können. Auf einer Veranstaltung können die Bewohner von Geesthacht Fragen an den Nuklear-Chef stellen.Strompreise vergleichen
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