Um bis zu 15 Prozent

NRW-Wirtschaftsministerium kürzt Stromnetzentgelte

Am Wochenende hat das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium seine Entscheidung zu den von den Stadtwerken Dülmen, Coesfeld und Dormagen beantragten Netznutzungsentgelten mitgeteilt. Sie müssen jetzt um 15, 13 und neun Prozent gekürzt werden, hieß es aus Düsseldorf.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Mit Kürzungen von neun bis 15 Prozent hat die Landesregulierungsbehörde im NRW-Wirtschaftsministerium die ersten drei Genehmigungen für Stromnetzentgelte erteilt. "Wir erreichen eine verbraucherfreundliche Strompreisentwicklung nur, wenn wir für mehr Wettbewerb auf diesem Markt sorgen. Dazu brauchen wir faire Netzentgelte für konkurrierende Anbieter, zwischen denen die Stromkunden wählen können", erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) dazu am Sonntag in Düsseldorf.

Genehmigt wurden die Entgelte für die Stadtwerke Dülmen mit einer Kür­zung von 15 Prozent gegenüber den beantragten Netzkosten, für die Stadtwerke Coesfeld mit einer Verringerung von 13 Prozent und für die evd energieversorgung Dormagen mit einem Minus von neun Prozent. Die Genehmigungen gelten vom 1. November 2006 bis zum 31. Dezember 2007.

Die jetzt genehmigten Netzentgelte müssen in den Rechnungen für den End­verbraucher gesondert ausgewiesen werden. Die Absenkung der Netzentgelte kann je nach Nachfragestruktur der Kunden und je nach Netzbereich unterschied­lich hoch ausfallen. Im Niederspannungsnetz, aus dem Haushaltskunden und klei­nere Gewerbebetriebe versorgt werden, konnte eine durchschnittliche Kürzung der beantragten Entgelte um elf Prozent erreicht werden. Die Absenkungen müssen von den Versorgungsunternehmen bei der Preiskalkulation berücksichtigt werden, was mindestens zu Preisdämpfungen führt, heißt es aus dem Ministerium.

Die Landesregulierungsbehörde nimmt für kleinere Netze in NRW mit bis zu 100 000 Kunden die gleichen Aufgaben wahr wie die Bundesnetzagentur in Bonn. Insgesamt gibt es in NRW 89 Strom- und 129 Gasnetzbetreiber. Weitere Netzent­geltgenehmigungen werden in den kommenden Wochen erteilt.