Umweltbericht

NRW will Anteil erneuerbarer Energien verdoppeln

Das Land Nordrhein-Westfalen will den hohen Flächenverbrauch eindämmen, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 verdoppeln und die Energieeffizienz ausbauen. Laut dem Umweltbericht sei der Klimawandel im Land bereits spürbar.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Der Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen ist nach Feststellung des Landes zu hoch und soll in den nächsten Jahren vermindert werden. Nach dem am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellten Umweltbericht 2006 werden derzeit zwischen Rhein und Weser pro Tag 15 Hektar Fläche durch Neubauten von Straßen und Gebäuden versiegelt. Von dieser Entwicklung müsse es eine Abkehr geben, sagte Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU).

Fortschritte in NRW hat der Umweltbericht unterdessen bei der Gewässergüte festgestellt. So sei beispielsweise der Lachs inzwischen wieder sowohl im Rhein als auch in der Wupper heimisch, betonte Uhlenberg. Allerdings hebt der Umweltbericht auch hervor, dass «viele Gewässer» in NRW nicht den Anforderungen an einen guten ökologischen und chemischen Zustand entsprechen. Grund seien dabei weniger die Belastungen durch Schadstoffe, sondern Veränderungen des Fließverhaltens durch Staumauern, Wehre oder Begradigungen.

Mit Blick auf den Klimawandel will NRW nach Worten Uhlenbergs den Anteil erneuerbarer Energien ausbauen und deren Anteil an der Energieerzeugung bis 2020 verdoppeln. Auch die Energieeffizienz soll weiter verbessert werden. Hier setzt das Land auf den Neubau von Braun- und Steinkohlekraftwerken, die zugleich weniger Kohlendioxid ausstoßen sollen.

Laut Umweltbericht ist der Klimawandel in NRW bereits zu spüren. So hat sich seit den 50er Jahren die Zahl der Frosttage um 20 verringert, während die Durchschnittstemperatur im Jahresmittel um bis zu 1,5 Grad zugenommen hat.