Aktions-Paket

NRW will 90.000 Stellen im Energiesektor schaffen

Mit Programmen zur Steigerung der Energieeffizienz und dem Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energie will die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen eine Verdreifachung der Beschäftigtenzahl im Energiesektor erreichen. Zudem will das Bundesland künftig Energie-Forschungsland Nummer 1 werden.

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Bonn/Düsseldorf (red) - Mit Programmen zur Steigerung der Energieeffizienz, zur höheren Nutzung erneuerbarer Energien sowie zur Energieforschung sollen im Energiesektor bis 2020 rund 90.000 neue Stellen geschaffen werden, erklärt Joachim Neuser, Pressesprecher im Wirtschaftsministerium NRW, gegenüber dem Europressedienst.

Ziel des beschlossenen Aktions-Pakets sei, die Vorgaben der EU und des Bundes bezogen auf den CO2-Ausstoß schnell und konsequent umzusetzen. Erreicht werden soll dieses Ziel durch das Programm "NRW spart Energie" zur Optimierung von Produktionsverfahren und die Aktion "Mein Haus spart Energie" zur Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden. Konkrete Beratung von Unternehmen, Handwerkern und Hausbesitzern soll hier zukünftig die EnergieAgentur.NRW übernehmen. Zu dem ökologischen Ansatz – eine Verbesserung in der Klimapolitik zu erreichen – kommt auch der wirtschaftliche Faktor.

Zentral ist nach Ansicht von NRW-Energieministerin Christa Thoben aber vor allem das Konzept "Erneuerbare Energien" mit seinen zwölf Einzelmaßnahmen. Allein im Sektor der regenerativen Energiewirtschaft verspricht sich die Landesregierung bis 2020 eine Steigerung der Beschäftigtenzahlen von derzeit 16.500 auf rund 40.000. Zum erreichen dieser Ziele soll vor allem die Nutzung der Erdwärme enorm verstärkt werden, darüber hinaus soll das High-Tech-Know-How im Bereich der Photovoltaik stärker zum Tragen kommen.

Mit mehr als 20 Wissenschafts-Standorten sei das Land NRW schon heute eine der wichtigsten Forschungsregionen im Bereich der regenerativen Energiewirtschaft. Zukünftig soll nach Ansicht von Innovationsminister Andreas Pinkwart die Energie-Forschung in der Region noch weiter ausgebaut werden. Dabei dürfe auch der internationale Aspekt nicht zu kurz kommen, so wolle sich das Land gerade auf Bundes- und auf Europa-Ebene künftig stärker an Ausschreibungen und Projekten in der Energie-Forschung beteiligen.