Zehn neue Kraftwerke

NRW und RWE wollen Holz zu Strom machen

Holz soll zukünftig eine stärkere Rolle bei der Energieerzeugung in Nordrhein-Westfalen spielen. Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) und der Vorstandschef von RWE Energy, Berthold Bonekamp, unterzeichneten einen Vertrag, der den Einsatz sogenannter Forstbiomasse in Biomasse-Heizkraftwerken vorsieht.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - "Die Vereinbarung schafft für Waldbesitzer einen neuen Absatzmarkt für bisher nicht genutztes Holz und spart Kosten für die Räumung des Waldes", sagte Uhlenberg. Der Essener RWE-Konzern will bis zum Jahr 2020 bis zu zehn Biomasseheizkraftwerke bauen, in denen aus Holz Strom und Wärme gewonnen wird. Das Land verpflichtet sich im Gegenzug dazu, das Unternehmen bei der Be­schaffung der notwendigen Holzmengen zu unterstützen.

Zum Einsatz kommt dabei nach Angaben der Landesregierung vor allem Restholz. Das sind Bruchholz, Äste und Kronenma­terial, das normalerweise im Wald liegenbleibt und dort verrottet. Die Standorte der Kraftwerke sollen so ausgewählt werden, dass die benötigte Biomasse jeweils im Umkreis von 30 bis 50 Kilometern in aus­reichender Menge vorhanden ist.