Investitionen in Kraftwerkserneuerung

NRW: SPD will Gewinne aus Emissionshandel fürs Land

Die SPD-Opposition in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung dazu aufgefordert, den Emissionshandel von Treibhausgasen für Investitionen in NRW zu nutzen. Mittel aus den Verschmutzungsrechten müssten dort eingesetzt werden, wo sie gehandelt werden, sagte SPD-Fraktionsvize Norbert Römer am Mittwoch in Düsseldorf.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die Landesregierung solle sich dafür einsetzen, dass Mittel aus den Emissionsgeschäften für die Modernisierung der NRW-Kohlekraftwerke und für eine stärkere Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt werden.

Derzeit gebe es "noch keine Entscheidung des Europäischen Parlaments zur Auktionierung", teilte das Wirtschaftsministerium dazu am Mittwoch mit. Das Land NRW werde "aber darauf achten, dass die Auktionierungserlöse fair sowohl zwischen Bund und Ländern als auch zwischen den Ländern aufgeteilt werden".

Die energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen sollen in NRW laut Landesregierung bis zum Jahr 2020 um 81 Millionen Tonnen gegenüber 2005 gesenkt werden. Damit soll die in NRW angestrebte Reduktion des Treibhausgases rund 44 Prozent des von der Bundesregierung bis 2020 vorgesehenen Einsparpotenzials erreichen.