Energiekosten

NRW setzt Gebäude-Check und Startberatung fort

Entgegen anderslautender Pläne der Vorgängerregierung wird das Land Nordrhein-Westfalen den Gebäude-Check Energie und auch die Startberatung Energie weiterhin fördern. Dies senke die Energiekosten privater Haushalte und sei ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz, begründete die Wirtschaftsministerin.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die Förderung für den Gebäude-Check Energie und die Startberatung Energie bleibt in Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2006 bestehen. "Wir wollen auf diese überaus erfolgreichen Beratungsangebote nicht verzichten. Dadurch werden sinnvolle Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden angeschoben", sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) in Düsseldorf.

Dies senke die Energiekosten privater Haushalte und sei ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig kämen die jährlichen Investitionen in die Gebäudemodernisierung von über 25 Millionen Euro vor allem dem örtlichen Handwerk zugute. Nach den Plänen der früheren rot-grünen Landesregierung hätten beide Angebote Thoben zufolge zum Jahresanfang auslaufen sollen.

In über 18 500 Fällen wurden Hausbesitzer mit Hilfe des Gebäude-Checks Energie bislang auf die energetischen Schwachstellen und die Sanierungsmöglichkeiten ihres Gebäudes hingewiesen. Dabei hat sich den Angaben nach gezeigt, dass der durchschnittliche Energieverbrauch von älteren Gebäuden (Baujahr 1980 und älter) um annähernd 50 Prozent gesenkt werden kann.

Der Gebäude-Check Energie und die Startberatung Energie werden durch die Energieagentur NRW im Auftrag des Wirtschaftsministeriums koordiniert. Die Kosten eines Gebäude-Checks samt Auswertung belaufen sich auf 77 Euro, wobei der Eigenanteil 25 Euro beträgt. Das NRW-Wirtschaftsministerium trägt 52 Euro. Die ausführlichere Startberatung durch Architekten oder Ingenieure kostet 100 Euro, auch hier übernimmt das Land 52 Euro.

Ziel sei es auch, Mittel des Bundes für entsprechende Investitionsvorhaben im Gebäudebereich nach NRW zu lenken, sagte die Ministerin weiter. Die Bundesregierung will 2006 das KfW-Kohlendioxid-Gebäudesanierungsprogramm mit mindestens 1,5 Milliarden Euro ausstatten, um die Bauwirtschaft anzuregen und den Klimaschutz durch Energiesparmaßnahmen zu verbessern.

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