Betroffene Flächen kalken

NRW reagiert auf Bleibelastung um Strommasten

Als Reaktion auf Berichte über mögliche Bleibelastungen des Bodens rund um Höchstspannungs-Strommasten sollen landesweit alle betroffenen landwirtschaftlichen Flächen vorsorglich gekalkt werden. Dies teilte Nordrhein-Westfalens Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Freitag mit.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - RWE hatte das Umweltministerium im Juni darüber informiert, dass es rund um ältere Strommasten des Unternehmens zu Bleibelastungen im Boden kommen könne, da diese in der Vergangenheit zum Teil mit bleihaltigen Rostschutzmitteln gestrichen worden seien.

Gekalkt werden den Angaben zufolge nun zunächst vorsorglich alle Flächen, auf denen RWE-Masten im fraglichen Alter stehen. Der bleihaltige Anstrich wurde laut Landesregierung vor allem vor 1960 eingesetzt. Die prophylaktische Kalkung erfolgt in einem Radius von 40 Metern rund um die Masten und kann nach der jeweils anstehenden nächsten Ernte erfolgen. Nach Angaben von RWE sind landesweit etwa 3000 Masten auf landwirtschaftlichen Flächen betroffen.

Blei, das im Boden ohnehin relativ immobil ist, kann durch Kalk zusätzlich gebunden werden, hieß es weiter. So wird verhindert, dass es über Pflanzen in die Nahrungskette gelangt. Die Wirksamkeit der Maßnahme wird durch Pflanzenuntersuchungen überprüft, die der von RWE beauftragte Gutachter durchführen wird.