Besonders preisauffällig

NRW-Landeskartellbehörde geht gegen elf Stromversorger vor

Nach Auswertung der landesweiten Strompreisabfrage hat die Düsseldorfer Landeskartellbehörde elf Stromversorger aufgefordert, die Höhe ihrer Preise zu begründen. Diese seien unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen für fünf unterschiedlich hohe Abnahmeverhältnisse besonders preisauffällig gewesen.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Neun der Unternehmen haben inzwischen zugesagt, ihre Preise zu senken oder für dieses Jahr Preisdisziplin zu üben, wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Samstag mitteilte. Mit zwei Anbietern laufen noch die Gesprä­che.

Die landesweite Strompreisabfrage bei allen 117 örtlichen Stromversorgern in NRW ergab für den Monat April etwa beim Grundversorgungstarif für einen Drei-Personen-Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden Unterschiede von über 160 Euro pro Jahr. So mussten Kunden bei den Stadtwerken Remscheid 664,92 Euro zahlen, während bei den Stadtwerken Coesfeld für die glei­che Leistung 830,14 Euro bezahlt werden mussten.

"Den Verbrauchern ist angesichts solcher Preisunterschiede dringend zu raten, den für sie günstigsten Strompreis über Stromtarifrechner im Internet zu ermitteln und den Anbieter zu wechseln. Auch damit errei­chen wir mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt", erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) am Samstag in Düsseldorf.

Eine Über­sicht über die Strompreisabfrage hat das Ministerium im Internet ver­öffentlicht.

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