Zechenstilllegungen

NRW: Konflikt zwischen Chef der Kohle-Stiftung und Landesregierung

Zwischen der nordrhein-westfälischen Landesregierung und der RAG-Stiftung tritt nach einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" der erste offene Konflikt zu Tage. Sie sind sich uneinig über die Ausgestaltung eines Zeitplans zur Zechenstilllegung in NRW.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Während NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) ein Zeittableau für die Stilllegung der Kohlezechen bis zum Jahr 2018 fordert, will der Chef der Steinkohle-Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, eine öffentliche Benennung der Zechen lediglich bis zum Jahr 2012.

Es werde eine Bergbauplanung bis zum Jahr 2018 geben, aber keine Angaben zu Zechenstilllegungen nach 2012, sagte Bonse-Geuking der Zeitung. "Die Stiftung darf in soweit nichts präjudizieren, wir nehmen die Revisionsklausel ernst." Hintergrund: Im Beschluss um den Ausstieg aus der subventionierten Steinkohle ist eine Überprüfung im Jahr 2012 verabredet.