Umsteuern gefordert

NRW-Kommunen machen Front gegen Windenergie

Geht es nach dem Städte- und Gemeindebund NRW, werden in Nordrhein-Westfalen künftig keine Windräder mehr aufgestellt. Die Nutzung sei weder wirtschaftlich, noch werde sie von der Bevölkerung akzeptiert. Zudem würden Windräder an vielen Orten das Landschaftsbild zerstören, bemängelte der Hauptgeschäftsführer.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die nordrhein-westfälischen Kommunen fordern ein Umsteuern bei der Förderung von erneuerbaren Energien. Ein weiterer Ausbau von Windkraft-Anlagen in NRW sei nicht zu rechtfertigen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, Bernd Jürgen Schneider, letzte Woche in Düsseldorf.

Er kritisierte, dass diese Anlagen zu "Aversionen" bei der Bevölkerung geführt hätten. Die Nutzung erneuerbarer Energien habe aber nur Sinn, wenn sie von den Bürgern akzeptiert werde. Schneider bemängelte dabei, dass die Nutzung der Windkraft in NRW nicht wirtschaftlich sei. Zudem zerstörten die Windräder an vielen Orten das Landschaftsbild und beeinträchtigten Bürger durch Geräusche und Schattenwurf. Daher müsse insbesondere auf die Nutzung von Biomasse wie Holz oder Stroh zurückgegriffen werden. In NRW als einem waldreichen Land seien die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz sehr günstig.