Nach Preissteigerungen

NRW: Keine Hinweise auf Missbrauch bei Gaspreisen

Die NRW-Landeskartellbehörde hat die wettbewerbsrechtliche Überprüfung der Gaspreise abgeschlossen. Verstöße gegen das Kartellrecht sind keinem der insgesamt 146 Gasversorgungsunternehmen nachgewiesen worden. Mehrere Versorger haben zugesagt, ihre Preise in den kommenden Monaten stabil zu halten.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Obwohl sich das Preisniveau der 146 nordrhein-westfälischen Gasversorger insgesamt stark angeglichen hat, gibt es keine Hinweise auf Verstöße gegen das Kartellrecht. Dies ergab eine Untersuchung des Landeskartellamts, die Wirtschaftsminister Harald Schartau (SPD) am Dienstag in Düsseldorf vorstellte. Anlass der Überprüfung waren Verbraucherbeschweren über die teilweise drastisch gestiegenen Gaspreise, wie Schartau sagte.

Im Zuge der Ermittlungen haben mehrere Unternehmen zugesagt, ihre Preise in den kommenden Monaten stabil zu halten, obwohl die Einkaufspreise aufgrund des hohen Ölpreises weiter gestiegen sind. Die Energieversorger waren aufgefordert worden, ihre Preisgestaltung zu erläutern. Schartau kündigte eine weitere Überwachung an. So werden Versorger mit überdurchschnittlichen Preisen diese auch in Zukunft rechtfertigen müssen.

Im Jahr 1998 lag der teuerste Anbieter noch 45 Prozent über dem Niveau des günstigsten, mittlerweile beträgt die Spanne nur noch 20 Prozent.