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NRW hilft Unternehmen beim Emissionshandel

Auf einer Informationsveranstaltung der Energieagentur NRW und den Industrie- und Handelskammern des Landes wurden den Teilnehmern die Instrumente des EU-weiten Emissionshandels vorgestellt. Gleichzeitig gab es einen Überblick über Chancen, Risiken und Aufwand.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Der Markt rund um Energieeffizienz und Emissionen gerät in Bewegung. Seit Beginn des Emissionshandels am 1. Januar stehen Energiewirtschaft und energieintensive Unternehmen vor neuen Herausforderungen. "Nun gilt es die Chancen, die dieses neue Geschäftsfeld Emissionshandel bietet, gewinnbringend zu nutzen. Wir unterstützen unsere Unternehmen dabei", erläuterte NRW-Energieminister Dr. Axel Horstmann kürzlich auf einer Tagung in Haan.

Auf der Informationsveranstaltung des NRW-Energieministeriums in Zusammenarbeit mit der Energieagentur NRW und den Industrie- und Handelskammern des Landes wurden den Teilnehmern unterschiedlicher Branchen "Joint Implementation" (JI) und "Clean Developement Mechanism" (CDM) als Instrumente des EU-weiten Emissionshandels vorgestellt. Gleichzeitig erhielten sie einen umfassenden Überblick über Chancen, Risiken, Aufwand und Nutzen von Klimaschutzprojekten.

Die ersten Monate des Handels hätten gezeigt, dass parallel mit steigenden Strompreisen auch die Preise für Emissions-Zertifikate anziehen. Die Tonne Kohlendioxid startete im März mit 10,40 Euro in den Handel. Derzeit müssen für die Tonne knapp 17 Euro gezahlt werden. Die Unternehmen, die mehr Kohlendioxid emittieren als durch den Besitz von Zertifikaten abgedeckt ist, sind gezwungen, zusätzliche Zertifikate zu erwerben. "Durch die Einführung von JI und CDM sind die Unternehmen jetzt allerdings nicht mehr darauf angewiesen, Zertifikate bei anderen Unternehmen oder am Markt zu kaufen, um die eigene Minderungsverpflichtung zu reduzieren", erläuterte Dr. Horstmann. Durch die Nutzung dieser Instrumente könne die eigene Minderungsverpflichtung deutlich günstiger realisiert werden.

Bei "Joint Implementation" finanziert ein Unternehmen oder ein Land ein Klimaschutzprojekt in einem anderen, ebenfalls zur Reduktion verpflichteten Industrieland und erhält dafür Emissionsgutschriften, so genannte Emissions Reduction Units (ERU). Vergleichbar funktioniert der "Clean Developement Mechanism", allerdings werden die Projekte zum Klimaschutz in so genannten Schwellen- oder Entwicklungsländern verwirklicht. Bei CDM werden die Emissionsgutschriften Certified Emission Reductions (CER) genannt.

Die Energieagentur NRW steht Unternehmen als nicht-kommerzielle Beratungs- und Informationsinstitution in allen Fragen zu Energieeffizienz und Emissionshandel zur Verfügung.

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