Kritik an Landesregierung

NRW-Grüne veranstalten Konferenz zum Klimaschutz

Unter dem Motto "Global denken - radikal handeln! Klimaschutz jetzt!" veranstalten die nordrhein-westfälischen Grünen am Samstag (13. Oktober) in Bonn eine Klimakonferenz. Mit der Veranstaltung wolle man der Landesregierung einen "Spiegel vorhalten", sagte der Landesvorsitzende der Grünen, Arndt Klocke.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die schwarz-gelbe Koalition habe "noch immer keinen Masterplan" und setze auf "unkonkrete Maßnahmen, die den jetzt bekannten Herausforderungen des Klimawandels in keiner Weise gerecht werden", sagte der Grünen-Politiker.

"Auf Konkretisierungen warten wir bis heute vergeblich, und es ist völlig unklar, was NRW zum Erreichen der bundespolitischen Zielsetzung beitragen will, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren", sagte Klocke. Statt der notwendigen Reduzierung der Stromerzeugung in Stein- und Braunkohlekraftwerken komme es nach den derzeitigen Planungen bis 2020 sogar zu einem Ausbau, sagte der Landeschef. Die Ankündigungen der Landesregierung etwa zum Ausbau der Windenergie oder die Wasserkraft-Verdoppelung blieben "Lippenbekenntnisse".

Bei ihrer Klimakonferenz wollten die Grünen eine "kontroverse Debatte um die energiepolitische Ausrichtung Nordrhein-Westfalens hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung führen", sagte Klocke. Zu der Tagung seien auch externe Fachleute wie der stellvertretende Vorstandschef von RWE Power, Johannes Lambertz, und der Vorstandsvorsitzenden von SolarWorld, Frank Asbeck, eingeladen.