"Was muss noch passieren?"

NRW-Grüne: Regierung muss Atomausstieg endlich akzeptieren

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen haben nach dem Zwischenfall im slowenischen Atomkraftwerk Krsko eine Zustimmung der Landesregierung zum Atomausstieg verlangt. CDU und FDP müssten endlich akzeptieren, dass die Technik zu riskant und eine Abkehr davon nötig sei.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - "Was muss eigentlich noch alles passieren, damit CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen ihre ständigen Versuche, den Menschen im Land die Atomkraft wieder schmackhaft zu machen, beenden", sagte der Grünen-Landesvorsitzende Arndt Klocke. Die Atomtechnologie sei "hochriskant und nicht zu verantworten". Zum Atomausstieg gebe es "trotz aller Bemühungen der Atomenergie-Lobby keine Alternativen".

1994 hatte die damalige SPD-Landesregierung die Stilllegung des einzigen NRW-Atomkraftwerks in Würgassen (Kreis Höxter) beschlossen. Im Atomkonsens von 2001 vereinbarten die damalige rot-grüne Bundesregierung und die Atomindustrie für jedes Atomkraftwerk eine sogenannte Regellaufzeit von 32 Jahren ab Inbetriebnahme. Seit dem Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 debattieren Vertreter der Regierungsparteien CDU und FDP wieder über längere Laufzeiten der bundesdeutschen Atomkraftwerke.