Ergebnisse der Krebsstudie

NRW-Grüne fordern vom Land Bericht zu Krebsgefahr durch Atomkraft

Als Reaktion auf die Studie zu gehäuften Krebserkrankungen bei Kindern im Umkreis von Atomkraftwerken (AKW) haben die Grünen einen eigenen Bericht für Nordrhein-Westfalen gefordert. Einige Atomanlagen im Land seien in der Studie nicht berücksichtigt worden.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - "Die Landesregierung soll erklären, wie sie die Ergebnisse der Studie bewertet und welche Erkenntnisse sie über Krebserkrankungen von Kindern im Umfeld aller Atomanlagen in NRW hat", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Landtagsfraktion, Johannes Remmel. Das Land müsse Untersuchungen im Umfeld aller Atomanlagen im Land durchführen.

Nach der Untersuchung des Mainzer Kinderkrebsregisters im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) ist das Krebsrisiko für Kinder unter fünf Jahren im Umkreis von fünf Kilometern eines AKW um etwa 80 Prozent höher als in anderen Gebieten.

Die Untersuchung des BfS wurde in 41 Landkreisen an 16 Standorten mit 22 AKW durchgeführt, sagte Remmel. Das inzwischen stillgelegte Atomkraftwerk Würgassen (Kreis Höxter) sei in der Studie berücksichtigt worden. Alle anderen Atomanlagen wie das Brennelementzwischenlager Ahaus und die Urananreicherungsanlage Gronau (beide Kreis Borken) seien aus methodischen Gründen nicht in die Studie einbezogen worden. "Das muss in Nordrein-Westfalen nachgeholt werden", sagte der Grünen-Politiker.