Klimakonferenz

NRW: Grüne fordern stärkere Förderung von erneuerbarer Energie

Die Grünen halten das Erreichen der Klimaschutzziele in NRW für gefährdet. "Ohne einen deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energien werden wir kein einziges Klimaschutzziel erreichen", sagte der Vorsitzende der NRW-Grünen, Arndt Klocke, am Samstag auf einer Klimakonferenz seiner Partei in Bonn.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (ddp-nrw/sm) - Es sei völlig unklar, was NRW zum Erreichen der bundespolitischen Zielsetzung beitragen wolle, wonach die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden sollen. Die Energiewirtschaft bleibe bei ihrer "Was-rechnet-sich-im-Moment"-Strategie. Das gehe an den klimaschutzpolitischen Zielen vorbei und setze die völlig falschen energiepolitischen Weichen für die Zukunft, stellte Klocke fest.

Würde allerdings die CDU/FDP-Regierung den Mindestabstand für Windkraftanlagen von 1500 auf 1000 Meter senken, dann könnten schon zwei Kohlekraftwerke eingespart werden. Zur energetischen Altbau-Sanierung könnte die Landesregierung ein umfassendes Programm auflegen, das einerseits dem Klimaschutz, andererseits der Förderung des Mittelstands dienen könnte.

Gefahren für die erneuerbaren Energien sehen Klocke und der Bundesvorsitzende der Grünen, Reinhard Bütikofer, in den geplanten Neuregelungen auf Bundes- und EU-Ebene zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). So hob Bütikofer hervor, dass das bisherige EEG wegen seines Finanzierungsmechanismus erfolgreich gewesen sei. Würde dies geändert, breche die ganze mittelständische Struktur dieser Branche zusammen.

Klocke kündigte an, dass der Klimaschutz ein zentrales Thema des nächsten Kommunalwahlkampfes werden werde.