Klimaschutzziele

NRW: Grüne fordern mehr staatliche Förderanreize beim Klimaschutz

Zur Verbesserung des Klimaschutzes fordern die Grünen im Düsseldorfer Landtag mehr staatliche Förderanreize. Fraktionsvize Reiner Priggen verwies auf eine von seiner Fraktion in Auftrag gegebene Studie, wonach Klimaschutzmaßnahmen in NRW Investitionen von 86 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 erfordern.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Um solche überwiegend private Investitionen auszulösen, müsse es zusätzliche Finanzmittel seitens der Landesregierung geben. Sollten diese Förderanreize nicht geschaffen werden, werde es beispielsweise eine energetische Gebäudesanierung niemals im erforderlichen Umfang geben.

Auch angesichts der drastisch gestiegenen Öl- und Gaspreise sei die Forcierung der Gebäudesanierung und die Erhöhung des Anteils der Kraft-Wärme-Koppelung nötig, sagte Priggen.

Ein Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums teilte mit, die Erneuerung des Kraftwerkparks in NRW sei zentraler Bestandteil der Klimaschutzpolitik. Durch den schrittweisen Ersatz alter Anlagen durch moderne, hocheffiziente Kraftwerke ließen sich allein CO2-Einsparungen von 30 Millionen Tonnen bis 2020 gegenüber 2005 erreichen.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte unlängst auf dem "Braunkohletag" in Aachen die Klimaschutzziele der Landesregierung bekräftigt. Bis 2020 hat sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, die Kohlendioxid-Emissionen des Landes um 81 Millionen Tonnen gegenüber 2005 zu reduzieren. Damit strebt NRW rund 44 Prozent des Einsparvolumens an, das die Bundesregierung bis 2020 anpeilt.