Wärmegesetz gefordert

NRW-Grüne fordern Austausch von 450.000 Nachtspeicherheizungen

Für einen besseren Klimaschutz haben die Grünen den Austausch von 450.000 Nachtspeicherheizungen in Nordrhein-Westfalen gefordert. Die CDU/FDP-Landesregierung solle den Austausch dieser Heizungen durch ein Erneuerbares-Wärme-Gesetz fördern, sagte Grünen-Fraktionsvize Reiner Priggen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - "Diese Heizungen sind die umweltschädlichste und zunehmend auch teuerste Art der Wohnraumbeheizung", so Priggen. Allein die elektrischen Nachtspeicherheizungen seien verantwortlich für drei Prozent der bundesweiten Kohlendioxid-Emissionen.

Allein in Essen gebe es 60.000 Wohnungen mit den "ökologisch unsinnigen Heizungen", sagte der Landtagsabgeordnete. In Köln seien es 25.000 und in Düsseldorf 19.000. Rund 14 Prozent des deutschen Stromverbrauchs würden allein für die elektrischen Raumheizungen und die elektrische Warmwasseraufbereitung verbraucht, sagte Priggen.

"Die Landesregierung hat keine Ziele und kein Konzept für den Klimaschutz", kritisierte der Grünen-Politiker. Die schwarz-gelbe Koalition setze stattdessen auf den Ausbau der klimaschädlichen Braunkohle und mache Politik gegen die Windenergie. Notwendig sei ein landesweites Klimaschutzprogramm, um den CO2-Ausstoß pro Kopf von derzeit 16 Tonnen im Jahr auf 2,2 Tonnen abzusenken, sagte Priggen.

Die Landesregierung wies die Kritik zurück. Man unterstütze die Bundesregierung "energisch bei der Umsetzung ihrer ambitionierten klimapolitischen Ziele", sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums. Die Landesregierung betrachte den Klimaschutz als eine "kontinuierliche Aufgabe" und habe bereits im Frühjahr vergangenen Jahres etwa eine Energieeffizienzoffensive und eine "Biomassestrategie NRW" auf den Weg gebracht. "Das sind ehrgeizige, aber realistische Ziele beim Klimaschutz", hieß es.