Für jedermann

NRW fördert Entwicklung einer Hochdruck-Kartusche für Wasserstoff

Das Land Nordrhein-Westfalen sieht sich "auf dem Weg zum Spitzenland für die Entwicklung von Brennstoffzellen". Um dies zu untermauern, soll die Entwicklung einer Hochdruck-Kartusche etwa für brennstoffzellenbetriebene Fahrräder oder Laptops mit über 200.000 Euro gefördert werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Das NRW-Infrastrukturministerium fördert mit 213.000 Euro die Entwicklung einer Hochdruck-Kartusche, mit der Wasserstoff für jedermann sicher transportiert und gespeichert werden kann. Die Kartusche soll einfach zu bedienen sein und in portablen und mobilen Kleinanwendungen wie etwa brennstoffzellenbetriebenen Fahrrädern, Rollstühlen und Laptops zum Einsatz kommen.

Brennstoffzellen als Energielieferanten der Zukunft

"Die Entwicklung dieser Wasserstoff-Kartusche ist ein wichtiger Baustein beim Aufbau der Wasserstoff-Energietechnik in Nordrhein-Westfalen. Unser Ziel ist es, alle Elemente entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Herstellung über den Transport und die Speicherung bis hin zur effizienten Anwendung beispielsweise in Brennstoffzellen in Nordrhein-Westfalen zu installieren", sagte Nordrhein-Westfalens Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann anlässlich der Übergabe eines Förder-Bewilligungsbescheids bei der Firma Dynetek in Ratingen. Brennstoffzellen seien die Energielieferanten der Zukunft: umweltfreundlich, energiesparend und in vielen Bereichen des Alltags einsetzbar, so der Minister weiter.

Projekt kostet insgesamt 475.000 Euro

Mit der Entwicklung der Kartusche befasst sich unter der Leitung der Firma OperaThing aus Hürth ein Firmenkonsortium, bestehend aus den Firmen Dynetek Europe, Ratingen, der Firma Metall-Spezialrohr GmbH, Schwerte, und der Firma Hochdruck-Reduziertechnik GmbH, Frankfurt. Ziel ist es, eine Kartusche mit einem Volumen von bis zu zwei Litern zu entwickeln, in der der Wasserstoff unter Hochdruck bei 700 bar gespeichert werden kann. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 475.000 Euro.

Die Entwicklung der Hochdruck-Kartusche ist eines von 49 Brennstoffzellen- und Wasserstoffprojekten, die das Land NRW im Rahmen der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW aus dem so genannten REN-Programm und aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung - EFRE) gefördert hat. Bisher wurden rund 50 Millionen Euro für Projekte mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 100 Millionen Euro bereitgestellt.