Joint Implementation

NRW-Experten präsentieren in Bali Modellprojekt zum Emissionshandel

Experten der Landesregierung NRW werden am Donnerstag bei der Weltklimakonferenz auf Bali ein neues regionales Projekt zum Emissionshandel präsentieren. Die Basis für das Konzept liefert der internationale Emissionshandel, dessen Regeln im Kyoto-Protokoll verankert sind.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Das sogenannte Joint Implementation Modellprojekt JIM.NRW bündele die Energieeffizienzprojekte von Firmen, die bislang nicht am Verschmutzungshandel teilnehmen, sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen zeige so "Verantwortung für den Klimaschutz".

Die Basis für das Konzept liefert der internationale Emissionshandel, dessen Regeln im Kyoto-Protokoll verankert sind. Grundgedanke ist es den Angaben zufolge, Emissionsminderungen zu vermarkten und dadurch einen Anreiz zu Investitionen in Klimaschutztechnologien zu bieten. JIM.NRW bündele die Energieeffizienzprojekte von Unternehmen in einem Pool, die bislang zum Beispiel aufgrund der Größe des Projekts nicht am Verschmutzungshandel teilnehmen.

"Für kleine und mittlere Unternehmen, die nicht zur Teilnahme verpflichtet sind, ist der Emissionshandel mit einem hohen Aufwand verbunden", sagte Thoben. Mit der Bündelung der Projekte unter dem Dach der EnergieAgentur.NRW würden diese Unternehmen in die Lage versetzt, "bislang ungenutzte Effizienzpotenziale frühzeitig zu aktivieren und diese in den CO2-Markt zu integrieren".

Die EnergieAgentur.NRW übernehme die Aufgabe, die durch eine Anlagenmodernisierung eingesparten Emissionen in Zertifikate zu tauschen und diese zu marktgerechten Preisen zu verkaufen. Unternehmen, die direkt einsteigen, haben nach Angaben der Landesregierung die Möglichkeit, über die Laufzeit von 2008 bis 2012 Gutschriften für ihre CO2-Reduzierung zu erwirtschaften.