Geht nicht ohne

NRW: CDU-Vorsitzender will "Tabu Kernenergie" aufbrechen

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, Helmut Stahl, hat sich gegen den geplanten Ausstieg aus der Atomenergie gewandt. "Wir müssen das Tabu Kernenergie aufbrechen", sagte Stahl der in Hagen erscheinenden "Westfalenpost".

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Hagen (ddp-nrw/sm) - "Wenn Energie in Zukunft bezahlbar und die Versorgung nicht gefährdet sein soll, geht es auf lange Sicht nicht ohne Kernkraft", fügte er hinzu. Überall in Europa habe ein Umdenken hin zur Atomkraft eingesetzt. "Wir müssen aufpassen, dass der Industriestandort Deutschland nicht das letzte germanische Dorf in Europa wird, das sich der Vernunft widersetzt."

Die damalige SPD-Landesregierung hatte 1994 die Stilllegung des einzigen NRW-Atomkraftwerks in Würgassen (Kreis Höxter) beschlossen. Seit dem Regierungswechsel im Jahr 2005 debattieren Vertreter der Regierungsparteien CDU und FDP wieder über neue Atomkraftwerke.